Eiken
Ein Tatzelwurm bringt neue Gleise zwischen Stein und Frick

Die SBB erneuern die Gleise. Dabei werden 4000 Tonnen Material verbaut. Die Strecke ist nur einspurig befahrbar, weshalb einige Züge ausfallen.

Nadine Böni
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Der gelbe Bauzug der SBB erneuert zwischen Stein und Frick die Gleise. Die Strecke ist deshalb nur einspurig befahrbar

Der gelbe Bauzug der SBB erneuert zwischen Stein und Frick die Gleise. Die Strecke ist deshalb nur einspurig befahrbar

Nadine Böni

Wagen an Wagen steht er da, ähnlich einem überdimensionierten Tatzelwurm: ein Bauzug der SBB. Mehrere hundert Meter ist er lang, tonnenschwer und leuchtend gelb. Er erneuert seit letzter Woche die Gleise zwischen Stein und Frick. Und nicht nur das Arbeitsgerät, das dabei zum Einsatz kommt, ist beeindruckend.
Auch die Zahlen der Baustelle selber sind es: Auf insgesamt 3,4 Kilometern Strecke werden Gleis und Gleisbett erneuert sowie die Schienen und Schwellen ersetzt. Dabei werden über 2000 Tonnen Schotter und 1800 Tonnen Kiessand verbaut.

Züge fallen aus

«Das Gleis sowie der Schotter haben das Ende ihrer Lebensdauer erreicht. Um weiterhin einen sicheren Bahnverkehr gewährleisten zu können, werden die beiden Gleise komplett erneuert», sagt Daniele Pallecchi, Pressesprecher der Schweizerischen Bundesbahnen. Aktuell laufen die Arbeiten im Abschnitt zwischen dem Bahnhof Stein-Säckingen und dem Eiker Quartier Niederfeld. Später folgt die Strecke zwischen Eiken und Frick.

Insgesamt rechnen die SBB mit knapp acht Wochen Bauzeit. Geplant ist, die Erneuerung vom 22. Februar bis 4. März, 14. März bis 24. März, 11. April bis 21. April sowie vom 25. April bis 4. Mai durchzuführen. Während dieser Zeit ist die Strecke von Stein-Säckingen nach Frick nur einspurig befahrbar. Im Regionalverkehr fallen die Züge der S1 deshalb zwischen Stein-Säckingen und Frick aus und werden durch Busse ersetzt. Im Fernverkehr kommt es zu Verspätungen im Minutenbereich.

Keine Reaktionen der Kunden

«Mit den Bahnersatzbussen kann fast der gleiche Fahrplan angeboten werden», sagt Pallecchi. Die Kundinnen und Kunden – damit rechnen die SBB – sind mit diesem Ersatz zufrieden. «Die SBB erwarten keine oder nur sehr wenige Reaktionen», sagt Pallecchi.

Kommt hinzu, dass regelmässige Pendler auf der S1-Linie bereits durchaus als
«Bahnersatzbus-erpropt» bezeichnet werden dürfen: Auf der Bözberglinie zwischen Pratteln und Brugg führen die SBB den laufenden Unterhalt an den Bahntechnikanlagen seit mehreren Jahren auf vier Zeitfenster im Jahr konzentriert aus. Das führt jeweils während einer Woche zu einer Totalsperrung von 22 bis 5 Uhr – und entsprechenden Bahnersatz-Verbindungen.