Kaisten

Ein stiller Kämpfer für die Natur: Jürg Winter mit Naturschutzpreis ausgezeichnet

Arpad Major (rechts), seit Montag Gemeindeammann, gratulierte Jürg Winter.

Arpad Major (rechts), seit Montag Gemeindeammann, gratulierte Jürg Winter.

Jürg Winter erhält den Naturschutzpreis 2017 des Verbandes Oberfricktalischer Natur- und Vogelschutzvereine (VONV). Seit 25 Jahren engagiert sich der Kaistener im Naturschutz.

Rund 40 Gäste hatten sich zur Verleihung des VONV-Naturschutzpreises eingefunden. Urs Vogt vom Vorstand des Naturschutzvereins Kaisten, dem der diesjährige Preisträger Jürg Winter seit 18 Jahren als Präsident vorsteht, begrüsste die Gäste aus der Gemeinde, Vereinsmitglieder sowie die Vertreter der Behörden und der Naturkommission. Vogt dankte Winter für sein aktives Wirken im Verein. «Wir alle können von Jürgs Wirken profitieren», stellte Vogt fest und übergab das Wort an Verbandspräsident Meinrad Bärtschi.

Die Vorteile von «Jürglok»

Winter zeichne sich dadurch aus, dass er «ein aufmerksamer Naturbeobachter» sei und sich «unbeirrt und beharrlich für die einheimischen Tier- und Pflanzenarten» einsetze, sagte Bärtschi, der Winter mit einer Lokomotive verglich. Mit einer Lok teile Winter die drei Eigenschaften, nicht abzuheben, sorgsam zu beobachten und sich mit einvernehmlicher Kommunikation in ein System einzufügen, führte Bärtschi aus. Die von ihm dargestellte «Jürglok» zog vier Anhänger, die Winters Wirkungsgebiete im Vogel-, Amphibien- und Biberschutz sowie seine ehrenamtlichen Tätigkeiten repräsentierten.

Seit 25 Jahren aktiv

«Seine Arbeit in der Sektion, in Kommissionen und Projektgruppen leistet er kollegial, lösungsorientiert, mit einem Gespür für das Machbare», lobte Bärtschi. Winter ist seit 25 Jahren aktiv in der Kaistener Sektion und seit 20 Jahren im VONV-Regionalverband, wo er dem Vorstand angehört. In der Gemeinde hat Winter einen Platz in der Naturkommission und war bei zahlreichen lokalen Projekten wie Weihersanierung im Heidebüel oder der Schaffung von Flachtümpeln im Kaisterfeld involviert. Bärtschi überreichte Winter den Wanderpreis, den der VONV seit 1998 vergibt.

Natur ist für ihn wie Sport

Der Geehrte erhielt auch grosses Lob von Oliver Eichenberger, Präsident der Kaistener Naturkommission und Leiter des Forstbetriebs, der festhielt, dass Winters Engagement und Wissen für die Gemeinde ein Gewinn sei. «Ich als Förster staune, was der Jürg alles weiss», so Eichenberger.

Gemeinderat Arpad Major, der vorgestern das Amt des Gemeindeammanns übernahm, griff Bärtschis Vergleich auf und bescheinigte Winter, dass dieser bei vielen Projekten die Lok sei.

«Für mich ist das fast ein wenig zu viel des Lobes», dankte Winter bescheiden. Mit seinem Tun wolle er seinen Vorgängern im Verein Respekt bekunden, sagte er und führte aus, dass die Natur für ihn einen Ausgleich bedeute, wie für andere der Sport.

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