Das Jahr 2012 sei ausserordentlich stark geprägt gewesen von «Umbruch – Aufbruch – Veränderung». Entsprechend titelt Josef Amsler, Gemeindeammann von Kaisten seine einleitenden Worte zum druckfrisch vorliegenden Kaister Rückspiegel 2012. Ob geplant oder unerwartet, die zahlreichen Veränderungen in fast allen Bereichen seien für alle Beteiligten sehr intensiv gewesen, so der Gemeindeammann, betont zudem. «Die Grenzen des Milizsystems wurden sichtbar und für die Betroffenen, die politischen Behörden wie auch das Personal, teilweise sogar schmerzhaft spürbar.» Weniger den Veränderungen als vielmehr dem Beständigen der guten Dorfgemeinschaft, damit einhergehend das grosse Engagement vieler Kaister widmet sich das Vorwort des Redaktionsteams.

Köhlerei und 40 Jahre BASF

Auch in ihrer mittlerweile 34. Ausgabe versteht es die in Buchform gebundene Chronik, mit vielen reich illustrierten Beiträgen die kleinen und grossen Begebenheiten von Kaisten vor der Vergessenheit zu bewahren. Gleich zwei grösseren Dorfereignissen wurden je ein ganzes Kapitel gewidmet. Eines davon ist die Kaister Köhlerei. Sie war der Wunsch des langjährigen Försters Ernst Furler vor seiner Pensionierung. Mit der Mithilfe einiger Männer und Frauen ist Furlers Wunsch in Erfüllung gegangen und gleichzeitig für die ganze Bevölkerung zu einem dreiwöchigen, geselligen Fest beim Forsthaus Esplen geworden. Eine entscheidende Veränderung für die Entwicklung des Dorfes erfuhr Kaisten in den 1950er-Jahren. Damals entschloss sich J.R. Geigy, heute BASF, einen grossen Produktionsstandort in der Fricktaler Gemeinde zu errichten. Es dauert aber noch einige Zeit, genauer bis 1972, bis das neue Werk mit einem grossen Festakt eröffnet werden konnte. Mit der Ansiedlung des Pharma-Werks wurden nicht nur neue Arbeitsplätze geschaffen, es brauchte damit verbunden auch zusätzlichen Wohnraum im Dorf. Die Weid-Siedlung entstand. 40 Jahre Werk Kaisten war den BASF-Verantwortlichen 2012 ein grosses Fest mit vielen Gästen wert. Die aktuelle Dorfchronik berichtet über diese Feierlichkeiten wie auch die Geschichte des Werkes.

Neben den speziellen Kapiteln finden sich im Rückspiegel 2012 die gewohnten Kapitel wie etwa auf Gemeindeebene, Schule, Vereine, Kaister in aller Welt und viele mehr.

In diesen Tagen wird der Kaister Rückspiegel 2012 von Kaister Oberstufenschüler an den Haustüren verkauft. 3 Franken vom Verkaufspreis von 28 Franken gehen in die Klassenkasse. Ab 19. August ist der Rückspiegel am Kanzleischalter und den Dorfläden erhältlich.