Die Kirche St. Peter und Paul in Frick ist in Festlaune. Seit rund zwei Jahren feiert die Pfarrei das 300-Jahr-Jubiläum des Bestehens der barocken Kirche. Und in dieser Woche gibt es noch besondere Höhepunkte. Einer davon war die Vernissage der Jubiläumsschrift «300 Jahre Kirche Frick – Zeichen einer lebendigen Gemeinschaft von 1718 bis 2018». Die zahlreich erschienenen Gäste wurden mit Unterstützung des Kirchenchors St. Peter und Paul, mit amüsanten Anekdoten und interessanten Hintergründen neugierig gemacht auf den Inhalt dieses breit gefächerten Buches.

Schnell wurde klar: Eine Kirche ist nicht nur ein Gebäude, Kirche ist auch Gemeinschaft. Das Miteinander im Gottesdienst, das Engagement der Menschen für ein lebendiges Pfarreileben, die Begegnungen, die in und um die Kirche stattfinden, das macht die Geschichte dieses Bauwerkes aus. Und bald erkennt man beim Durchblättern, das Jubiläumsmotto «Mitenand Liecht si & Hoffnig schänke» kommt nicht von ungefähr. Denn in den vergangenen 300 Jahren, so erfährt man, gab und gibt es immer wieder Menschen, die sich tatkräftig einsetzen, sei es beim Bau des neuen Gotteshauses, bei der Teilnahme an Prozessionen und bei den Gruppierungen wie Kirchenpflege oder Diakoniegruppe. Kräftig eingesetzt hat sich auch die Arbeitsgruppe, die sich dieser Jubiläumsschrift annahmen. Mit kompetentem Wissen in ihren Bereichen trugen Linus Hüsser als Historiker, Heinz Schmid als «Dorfhistoriker» und ehemaliger Gemeindeschreiber, Kurt Schmid als Koordinator und Thomas Wehrli als Journalist Historisches und Aktuelles zusammen und daraus entstand ein Dokument mit Nachhaltigkeit.

Die Kirche hat sich gewandelt in den letzten 300 Jahren. Das wird sehr deutlich in der Jubiläumsschrift. So liest sich in der Kirchenordnung von etwa 1940, dass «durch die neue Bestuhlung 120 Plätze gewonnen wurden», die es ermöglichen, «allen Plätze in den Bänken anzuweisen». Und darauf folgte eine strikte Anleitung, wer wo zu sitzen hat. Das sieht heutzutage in manchen Kirchen ganz anders aus, freie Platzauswahl ist mehr als gewünscht gegeben.

«Man muss sich dieser veränderten Umwelt anpassen», betont Markus Schmid, Kirchenpflegepräsident, «sich den Diskussionen stellen, wie war es früher, was ist geblieben und was gibt es an Wünschen für die Zukunft.»

Mit der Festschrift wollte die Kirchenpflege etwas Bleibendes schaffen zum Jubiläum. Sie soll einen Überblick geben über die vergangenen 300 Jahre, aber auch aufzeigen, dass die Kirche heute sehr lebendig ist und das Engagieren Freude macht. Und das ist gelungen.