Kaisten

Ein Pionier hört auf: Litschi Maler übernimmt die Alois Merkofer AG

Die Alois Merkofer AG in Kaisten wird von Litschi Maler in Stein übernommen.

Die Alois Merkofer AG in Kaisten wird von Litschi Maler in Stein übernommen.

Der Kaister Betrieb war einst der schweizweit erste mit einer Spritzputz-Anlage. Nach 57 Jahren zieht sich Inhaber Alois Merkofer aus dem Geschäft zurück.

In der Fricktaler Maler-Branche kommt es auf den 1. Januar zu einer Übernahme. Litschi Maler übernimmt das Malergeschäft Alois Merkofer AG in Kaisten – «mit grosser Freude», wie es auf einem Flyer heisst, auf dem die beiden Unternehmen den Schritt bekannt machen.

Alois Merkofer führte seinen Betrieb in Kaisten seit 57 Jahren. Mittlerweile ist Merkofer fast 80 Jahre. «Und ich hatte eigentlich beschlossen, altershalber aufzuhören und den Betrieb aufzulösen», so Alois Merkofer gegenüber der AZ. Dann habe aber Markus Fasler, Inhaber von Maler Litschi, Interesse an einer Übernahme des Betriebs gezeigt.

Merkofer und Fasler einigten sich und so erfolgt die Übernahme auf den Jahresbeginn. «Für meine Mitarbeiter ist diese Lösung ideal», so Merkofer. Sie werden von Litschi Maler übernommen.
Seit 1962 hat Alois Merkofer in der Maler-Branche einiges erlebt. «Es gab Zeiten, da hatte ich 15 Mitarbeiter», erinnert sich der langjährige Geschäftsinhaber.

Dies war in den 1970er-Jahren, als Merkofer, der sich stets auch der Mechanik als Hobby gewidmet hat, eine Anlage für das Aufbringen von Spritzputz gebaut hat. «Damit waren wir schweizweit die Ersten mit einer solchen Anlage», sagt Merkofer. Entsprechend zog der Kaister Maler auch mehrere Grossaufträge an Land.

Eigene Spritzputz-Anlage gebaut

«Nach ersten Arbeiten in Basel haben wir unter anderem beim Bau der Liebrüti-Überbauung in Kaiseraugst den Spritzputz angebracht», so Merkofer. Auch in Rheinfelden und in Kaisten habe er die Technik bei über 100 Wohnungen angewendet. «Eine Zeit lang waren wir aufgrund der Anlage fast konkurrenzlos in der Schweiz», so Merkofer. Nach und nach hätten aber auch andere Betriebe technisch aufgerüstet.

Markus Fasler seinerseits freut sich über den Zuwachs bei Litschi Maler. Künftig wird das Unternehmen von den beiden Standorten Stein und Kaisten aus tätig sein und insgesamt elf Mitarbeiter beschäftigen. Hauptsächlich erledige man Aufträge in verschiedenen Fricktaler Gemeinden, wie Fasler sagt. «Aber wir sind auch überregional tätig.»

Der Betrieb habe eine gute Grösse für die Zukunft, ist Fasler überzeugt. «Die Kunden melden sich oft mit kurzfristigen Anfragen bei uns», so Fasler. Mit dieser Grösse habe man eine grosse Flexibilität und könne gleichzeitig persönliche und fundierte Beratung bieten. Litschi Maler werde auch künftig Maler- und Tapezierarbeiten von überzeugender Qualität liefern, so Fasler.

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Autor

Marc Fischer

Marc Fischer

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