Münchwilen
Ein neues Labor im Dienst der Sicherheit

Syngenta eröffnet ein neues Sicherheitslabor, das 3,4 Millionen Franken gekostet hat. Es umfasst eine Bruttogeschossfläche von über 580 Quadratmetern, hat ein Gebäudevolumen von mehr als 2620 Kubikmetern.

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Das neue Labor für Sicherheitsmessungen im Syngenta-Werk Münchwilen ist im Beisein von Gemeindeammann Willy Schürch und Syngenta-Vertretern offiziell eröffnet worden. Es umfasst eine Bruttogeschossfläche von über 580 Quadratmetern, hat ein Gebäudevolumen von mehr als 2620 Kubikmetern und kostete rund 3,4 Millionen Franken.

Robert Hässig, der Leiter der Prozesstechnologie in Münchwilen, schilderte die Gründe für die neue Einrichtung: «In diesem Labor werden Sicherheitsmessungen von Reaktionen, die später in den Pilotbetrieb oder in die Produktion gehen, durchgeführt.

Teil des Sicherheitskonzepts

Die Daten, die dabei gewonnen werden, bilden die Grundlage für unsere detaillierten Risikoanalysen.» Diese würden für alle Produktionsabläufe bei Syngenta durchgeführt. Im neuen Labor werden auch Zünd- und Brenneigenschaften von Substanzen untersucht. «Das ist äusserst wichtig für die Handhabung von Feststoffen in der Formulierung, wie es sie in Münchwilen gibt, oder auch für die Saatgutbehandlung, wie wir sie im Werk Stein testen.»

Neubau statt Einbau

Erste Ideen, so war am Einweihungsfest in Münchwilen zu erfahren, sahen vor, dass zwei Labors in ein bestehendes Lager, das an den Pilotbetrieb angrenzt, integriert werden könnten. Bei der Projektausarbeitung wurde dann aber auch die Möglichkeit in Betracht gezogen, das bestehende Lagergebäude abzureissen und an gleicher Stelle einen Neubau zu realisieren. «Überraschenderweise war diese Variante nur unwesentlich teurer, sodass wir uns entschlossen, einen Neubau zu errichten», sagt der Projektleiter Andreas Leubin, Leiter des Bereichs Engineering bei Syngenta in Münchwilen und Kaisten,

So wurde im September 2010 mit dem Rückbau des alten Lagergebäudes begonnen. Es folgte das neue Fundament und der Rohbau der neuen Gebäudehülle. «Mit dieser Rohbaupase», so freute sich der verantwortliche Architekt Roland Lenzin aus Kaisten an der Einweihungsfeier, «kamen wir sehr gut voran, und noch vor dem ersten Schnee letzten Jahres konnte das Flachdach wasserdicht versiegelt werden.»

Bis Februar 2011 ruhten dann die Arbeiten an der Gebäudehülle, um die Ausführungsqualität zu sichern und um Zusatzkosten zu vermeiden. Sobald es dann die Aussentemperaturen zuliessen, wurde die Flachdachkonstruktion fertiggestellt, die Aussenwärmedämmung angebracht und die unmittelbare Umgebung rund um den Neubau hergerichtet.

Parallel dazu begann der Innenausbau mit der Rohmontage der Elektro-, Wasser- und Lüftungsinfrastruktur, was bis zu diesem Sommer dauerte. Anschliessend wurden die Laboreinrichtungen eingebaut. Und vor dem geplanten Bezug des neuen Sicherheitslabors in diesem September standen schliesslich noch umfangreiche Testläufe der gesamten Haustechnik, insbesondere der Lüftung und der Sicherheitseinrichtungen, auf dem Programm.

Budget eingehalten

Jetzt werden die Mitarbeitenden von Syngenta bald einmal ihre Arbeit aufnehmen: Ihre Tätigkeiten werden sich dabei vorwiegend um Sicherheitsmessungen an chemischen Substanzen, aber auch um Reaktionswärmen, Explosionsabläufe oder Entzündungsmessungen drehen.

«Sicherheit», so brachte es Robert Hässig an der Einweihung abschliessend auf den Punkt, «wird bei Syngenta eben gross geschrieben.» Die ganze Bauphase sei positiv verlaufen. «Dank guter Planung und Bauführung wurden sowohl der Zeitplan als auch das Budget eingehalten – besser hätte es eigentlich gar nicht laufen können.» (pcm)

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