Am Anfang war das Wort. Genauer ein Leserbrief von Elisabeth Hesse. Darin bat sie Stadt, Firmen und Einzelpersonen die Römerfunde in Laufenburg zu erhalten. Zumindest eine Einzelperson hat sich gemeldet – Mirko Purgato. «Ja, ich habe mich mit Elisabeth Hesse getroffen und wir möchten einen Verein gründen, der sich für den Erhalt der Römerfunde einsetzt», bestätigt Purgato auf Anfrage.

Derzeit versucht er via Mundpropaganda und Facebook, Gleichgesinnte zu finden, damit der Verein in den nächsten Wochen gegründet werden kann. Er ist überzeugt: «Die römischen Töpferöfen müssen für die Nachwelt und den Laufenburger Tourismus erhalten werden.»

Erhalt möglich, aber teuer

Dass dies nicht einfach wird, ist Purgato und Hesse bewusst. «An der öffentlichen Führung war von Kosten in der Höhe von gegen einer Million Franken die Rede.» Wie Abklärungen bei der Kantonsarchäologie ergeben haben, dürfte dieser Betrag zutreffen: «Es sind sicher mehrere Hunderttausend Franken. Durch das Referenzobjekt im Campus-Neubau in Brugg haben wir ziemlich genaue Anhaltspunkte, was gemacht werden müsste.»

Ein Erhalt an der Fundstelle sei theoretisch möglich, so Kantonsarchäologe Georg Matter – es brauchte aber Anpassungen am Bauprojekt und auch die Konservierung würde Kosten verursachen. Die Kantonsarchäologie selber hat keine Handhabe, um den Erhalt zu fordern. Das heisst, dass die Bauherrschaft dem Erhalt und damit verbunden einer Änderung des Projektes zustimmen müsste.

Die Zeit drängt

«Der Faktor der Einzigartigkeit im Kanton ist nicht gegeben», erklärt Matter. Aber, so Matter weiter «für Laufenburg ist der Fund dennoch wichtig und er kam an dieser Stelle unerwartet.» Selbstverständlich würde sich die Kantonsarchäologie deshalb über eine Initiative zum Erhalt der Funde freuen und diese nach Möglichkeit auch unterstützen.

Allerdings: Die Zeit drängt, das Bauprojekt schreitet voran. «Derzeit sind wir dabei, die Funde fertig zu dokumentieren. In spätestens vier bis fünf Wochen wollten wir mit dem Abtragen beginnen», erklärt Matter. Auch Purgato ist sich des Zeitdrucks bewusst. «Wir werden mit den verschiedenen Parteien das Gespräch suchen», so Purgato.

Das Baukonsortium Rhypark teilte auf Anfrage mit, man habe sich bisher noch nicht mit einem möglichen Erhalt der Funde befasst. Man stehe laufend mit den Verantwortlichen der Kantonsarchäologie in Kontakt.

Interessierte, die sich für den Erhalt der römischen Funde einsetzen und im noch zu gründenden Verein mitarbeiten wollen, können sich unter der Mailadresse roemerlaufenburg@gmail.com melden.