Frick ist in der glücklichen Lage, jedes Jahr mit einem Weihnachtsmarkt aufwarten zu können – wie am Samstag, als die Hauptstrasse sich in eine leuchtende und duftende Wunderwelt verwandelte. Da war fast alles dabei, was das Herz, aber auch der Magen begehrt: Dekoratives ebenso wie Nützliches, federleichte Sterne oder Kometen, viel Glitzer und Glanz, vom Halleluja-Frosch bis hin zu Krippenfiguren, dazwischen Socken für die kalten Tage, Kerzen sowieso und jede Menge Essbares. Der Duft von Raclette war allgegenwärtig, Glühwein oder selbst gebrautes Glühbier schienen an jeder Ecke zu brodeln.

Der Männerchor Frick hatte sogar Teppiche für seine Kundschaft ausgelegt, damit niemand kalte Füsse bekam. Der Service kam an, die Sänger hatten immer etwas zu tun. Auch an den Ständen anderer Vereine herrschte ein reges Kommen und Gehen. Kiwanis Club Frick, Extending Hope oder Soroptimist International engagierten sich für soziale Zwecke, Letztere auch mit Mutperlen, aufgefädelten Geschichten krebskranker Kinder. Es ging am Fricker Weihnachtsmarkt also nicht nur ums Shoppen, sondern auch um sinnvolle Ideen.

Neben den gut 100 zum Teil prächtig dekorierten Verkaufsständen und den vielen Verpflegungsmöglichkeiten stimmten Sängerinnen und Sänger aller Altersgruppen und aus der ganzen Region auf einer Bühne beim «Rebstock» auf Weihnachten ein. Anderswo stand das Kerzenziehen mit Wachs hoch im Kurs, während gegenüber die Jungschar Chrischona Frick mit Kerzen aus Schokolade verführte. Hungrig blieb niemand, sogar für die Vierbeiner sprang gelegentlich ein Zipfelchen Wurst ab. Die Stimmung war gut, zumal das Wetter stimmte: kalt zwar, aber trocken. Da und dort lag Rauch in der Luft, was dem Markt einen Hauch von Lagerfeuerromantik verlieh. Oft zu hören: «Das ist aber schön», oder «so härzig». Der Fricker Weihnachtsmarkt: die erste Adresse gegen trübe Gedanken.