Mit einem Feuerwerk an schönen Melodien verwöhnte die Musikgesellschaft Frick unter der professionellen Leitung von Jochen Weiss die vielen Gäste am Wochenende. Zu hören war beste Unterhaltungsmusik mit exzellenten Soli, gekonnt und mit jeder Menge Spielfreude vorgetragen.

Der kraftvolle Konzertmarsch «Mars de Medici» (Johan Wichers), voller Pfiff und Leichtigkeit, vertrieb gleich zu Beginn die letzte Müdigkeit im Publikum – wenn überhaupt vorhanden. Effektvoll dynamisch die Wechsel, klangvoll die Harmonien sowie die Wiederholungen des Themas.

Das Stück schrieb der Komponist als Dank an das medizinische Personal für die Hilfe in schwerer Krankheit.

Bahnfahrt durch die Natur

Wenn ein Amerikaner die Stadt Paris besucht und es in diesem Fall auch noch George Gershwin ist, kann das Ergebnis nur eine fröhliche Tondichtung sein, weich oder auch voll im Sound.

In dieser Rhapsodie erzählt er von einem ruhigen Morgen, der beginnenden Hektik auf den Strassen, hupenden Taxis sowie einem jazzig besinnlichen Abend in einer rauchigen Kneipe.

Eines der populärsten Werke von Jacob de Haan ist «Oregon». Die Musikanten nahmen die Zuhörer mit auf eine eindrückliche Bahnfahrt durch die herrliche Natur – farbig, erhaben und romantisch. In schnellem Galopp ritten Indianer und Cowboys vorbei, gemächlich zogen die Planwagen dahin.

Dieses Stück wird der Beitrag der Musikgesellschaft Frick beim Aargauischen Musiktag in Lengnau sein.

Danach war es Zeit, wieder einmal in heimatliche Gefilde zurückzukehren. Da durfte geschwelgt werden mit «Feyr vo dr Sehnsucht» (Tomislav Mustac) und der urig traditionellen «Birewegge Polka». Die Gäste waren so begeistert, dass hier die erste Zugabe fällig war.

Einen Vorgeschmack auf den kommenden Urlaub gab es mit italienischen Sommerhits, bevor sich die bunte Truppe der «Les Humphries Singers» die Ehre gab. Poppig hinreissend holten sie das Flair der Hippiebewegung mit ihren grössten Hits zurück. Da gab es auch für die Zuhörer kein Halten mehr, begeistert klatschten sie im Rhythmus mit.

Ein absoluter Hochgenuss war das Solo für drei Trompeten in «Bugler’s Holiday» (Leroy Anderson), in atemberaubenden Tempo ausdrucksstark dargeboten von Christoph Köchlin, Martin Näf und Roland Hort. Melodische Kost für das Publikum, eine absolute Herausforderung für die Crew.

Ihren grandiosen Siegeszug in die Welt trat 1982 die prachtvolle Hymne «Highland Cathedral» (Michael Korb, Uli Roever) an, ein brillantes Klangerlebnis auch an diesen Abend. Geheimnisvoll und unschlagbar – das ist der Siegertyp James Bond. Seine Filme sind weltweit bekannt, ebenso die Musik daraus.

Swing vom allerfeinsten gab es am Schluss des Konzerts mit einem furiosen Schlagzeugsolo von Christoph Bolliger.