Multikultimärt
Ein Markt der fremden Klänge und Genüsse

Über 100 Menschen wirkten am Multikultimärt in Rheinfelden mit. Das Gastland Indonesien verbindet mehr mit der Schweiz, als man denkt.

Heidi Rombach
Drucken
Teilen
Multikultimärt in Rheinfelden
15 Bilder
Versucherli am Märtstand waren geschätzt
Senegalesische Klänge verleiten zum Zuhören
Tim versuchte sich im Tschirt bedrucken und hatte riesen Spass dabei
Musiker eroberten mit ansteckenden Klängen die Herzen der Besucher
Ruedi Berner der geistige Vater des Festivals ist begeistert über Multikultimärt
Musik im Blut steckte einfach an
Modemacher aus Indonesien luden zur Schau ein
Künstler zeigen ihr Können
Kenia versprühte gute Laune
Junge Besucher genossen das Märtgeschehen
Geniesser schätzen die indonesische Küche
Darf es was Süsses sein?, fragen diese gutgelaunte Märtfahrer
Claudio Meier nimmt das regnerische Wetter gelassen an
Charmante Indonesier heissen willkommen

Multikultimärt in Rheinfelden

Heidi Rombach

Was macht man an einem Regentag? Platziert man sich in der kuschligen Ecke oder träumt man von anderen Ländern, in denen gerade die Sonne vorherrscht? Rheinfelden indes bot die Möglichkeit, sich nach fremden Klängen und kulinarischen Genüssen auf den Weg zu machen. Ziel: der Multikultimärt in Rheinfelden.

Comeback nach 3 Jahren

Dank einer Gruppe, die dem Ende des Festivals der Kulturen nach 18 erfolgreichen Jahren – einst gegründet von Ruedi Berner – nachtrauerte, gab es nach drei Jahren wieder ein multikulturelles Fest in Form eines Marktes. Aus nah und fern kamen viele Märtbeschicker, um eine Vielzahl von Kulturen wieder einmal in den Mittelpunkt zu rücken.

Matthias Blauenstein und seine Frau Claudia trauerten dem einstigen Vielländerfest nach und konnten eine Handvoll Mitstreiter für eine Neuauflage unter neuem Verein gewinnen. Und so gestand der Organisator, überglücklich zu sein und trotz des widrigen Wetters auf erwartungsvolle und begeisterte Mitwirkende – 100 an der Zahl – schauen zu dürfen. Besonders freue es Blauenstein, Indonesien als Gastland begrüssen zu dürfen. «Die Stadt Rheinfelden hat uns prächtig unterstützt, denn ohne sie hätte solch ein Fest nicht geschultert werden können.»

Unter der Moderation von Susanne Hueber erinnerte Stadträtin Bea Bieber daran, dass der einstige Vater dieser völkerverständigenden Idee, Ruedi Berner, unter den Gästen weilte. «Wir sind froh und glücklich, mit dem Ehepaar Blauenstein und seinem Team Nachfolger gefunden zu haben.» Über 100 Kulturen bzw. Menschen beteiligten sich am Multikultimärt. Dieser ermögliche es, andere Kulturen kennen zu lernen und sich zu begegnen.

2500 Indonesier in der Schweiz

Dazu kämen andere Gerüche und Klänge, um mit ihnen vertraut zu werden. Das Gastland Indonesien verbinde schon im Vorfeld die Landesfarbe Rot-Weiss. Linggawaty Hakim, die Botschafterin von Indonesien, machte Lust auf ihr Land, denn dort sei allseits Sonne, weswegen man sich auch auf solch einen Regentag freue. Kilometerlange Strände und viele unterschiedliche Sprachen gebe es in ihrem Heimatland. Lobenswert fand sie, dass sich in Rheinfelden viele Leute treffen, um einen kulturellen Austausch zu ermöglichen.

Offiziell leben rund 2500 Indonesier in der Schweiz, die registriert sind. Indonesien und die Schweiz verbinden, dass viele ethnische Gruppen sich vereinen, die wichtig für eine Integration stehen. Um die Schweiz noch näherzubringen, brauche es den Tourismus, um das Land besser kennen zu lernen. Edibe Gölgeli, Grosser Rat Basel, meinte, dass sich die Zukunft des Zusammenlebens über Essen bis zur Akzeptanz bewege. «Da ist man beim Regenbogen des Zusammenseins.»