Gansingen

Ein letzter Wunsch sorgt auf der Gansinger Theaterbühne für Turbulenzen

Der Theaterverein Gansingen hat am Mittwoch den Startschuss zu seiner neuen Produktion «De letscht Wunsch» gegeben. ari

Der Theaterverein Gansingen hat am Mittwoch den Startschuss zu seiner neuen Produktion «De letscht Wunsch» gegeben. ari

Der Startschuss für die neueste Produktion «De letscht Wunsch» des Theatervereins ist gefallen. Vor der Premiere vom 11. Januar 2014 stehen bis zu 50 Proben an.

Nachdem die gemeinsame Entscheidung im Theaterverein Gansingen getroffen wurde, gab der Vorstand nunmehr das Startsignal für den Beginn der Proben zur neuesten Produktion, der spannenden, turbulenten Komödie «De letscht Wunsch» unter der Regie von Robert Oeschger. Produktionsleiter ist Thomas Leu.

Oeschger ist Gründungsmitglied des seit zehn Jahren bestehenden Theatervereins, bringt jede Menge Erfahrung aus seiner Zeit in den
Theater spielenden Vereinen mit, profilierte sich als Spielleiter und hat mit allen Akteuren im Verein das Ziel, die mehr als einhundertjährige Tradition des Dorftheaters Gansingen mit anspruchsvollen Inszenierungen fortzusetzen.

Neu im Vorstand des Theatervereins sitzt Jules Steinacher als Vizepräsident und Verantwortlicher für die Presse.

Sirenen und Vogelhäuschen

Die Wahl für das neue Stück fiel auf die Komödie «De letscht Wunsch»: Otto Locher, Vorsteher des Zivilschutzvereins einer Schweizer Gemeinde und sein alter Schulfreund Valo Heimgartner, Friedhofsgärtner, stehen kurz vor der Pensionierung. In diesem Alter kommen dann schon manchmal Endzeitgedanken auf. So geben sich die beiden das gegenseitige Versprechen, dem anderen bei dessen Ableben einen kleinen, letzten Wunsch zu erfüllen:

Friedhofsgärtner Valo möchte ein Vogelhäuschen auf sein Grab, Sirenengeheul soll Locher auf seinem letzten Gang begleiten. Von dieser Abmachung wissen jedoch nur die beiden. Als Zivilschutzmann Otto Locher tatsächlich kurz danach stirbt und die Sirenen tönen, denkt die gesamte Trauergemeinde, es ist ernst und flüchtet in den dafür vorgesehenen, unterirdischen Schutzraum. Notgedrungen hocken nun diejenigen zusammen, die sich bisher sorgsam aus dem Weg gegangen sind, leibliche und angeheiratete erwachsene Kinder von Otto aus zwei Ehen, (seine beiden Frauen sind verstorben) mit Partnern und Kindern. Grün waren sie sich nie, kompliziert und unübersichtlich ist das Gegeneinander.

Animositäten und Chaos

Doch nun in dieser drangvollen Enge kommen alte und neue Animositäten hoch, verdrängte Verletzungen, die turbulent und emotional ausgetragen werden. «Spinne»-Wirtin Erna mischt munter mit, war sie doch die letzte Flamme von Wittwer Otto. Aber nicht alle wollen in dieser Giftküche mitmachen, auch zarte Liebesbande entstehen.

Völlig überfordert mit dieser unvorbereiteten Situation ist Alphons Gnädiger, Ottos ehemaliger Stellvertreter und nunmehr neuer Zivilschutzboss. Ehrgeizig, den Dingen jedoch überhaupt nicht gewachsen, macht er das Chaos komplett.

Eine humorvoll spannende Gemengelage, eine mit allen Zutaten gut gewürzte Komödie, verspricht für die Zuschauer jede Menge Spass. Bis zur Premiere des Stücks «De letscht Wunsch» am 11. Januar 2014 ist indes noch viel konzentrierte Arbeit angesagt, 40 bis 50 Proben wird es geben.

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