Kaiseraugst
Ein Lebensraum für Tiere beim Kirchgemeindehaus

Das reformierte Kirchgemeindehaus in Kaiseraugst wird renoviert – und die Umgebung ökologisch umgestaltet.

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Der Vorplatz der Kirche wurde vergrössert, die Treppe entsprechend angepasst und mit Geländern versehen.

Der Vorplatz der Kirche wurde vergrössert, die Treppe entsprechend angepasst und mit Geländern versehen.

zvg

Das reformierte Kirchgemeinde­haus wird derzeit renoviert und die Umgebung neu gestaltet. «Dass man etwas machen musste, war klar», erklärt Hochbauzeichnerin Corinne Bolinger, die Leiterin der Renovationsarbeiten. «Das Dach war asbesthaltig. Jetzt, wo es anfing zu fasern, wurde es gefährlich. Und die nicht isolierten Dächer sind ökologisch heutzutage ein No-Go.» Die ganze Renovation erfolgt unter ökologischen Gesichtspunkten.

Klimaneutralität sei auch für die Kirche ein Gebot der Stunde. Das Steildach ist mit einer Fotovoltaikanlage ausgerüstet worden, auch das Pfarrhaus bezieht nun den Strom von dort. Die Aussenbeleuchtung ist mit Energiesparlampen versehen worden. Dazu kamen bei der Planung funktionale und ästhetische Überlegungen: Der Vorplatz vor der Kirche ist vergrössert worden, die Treppe entsprechend angepasst und mit Geländern versehen, die Wände sind weiss gestrichen, die Pflästerung auf den Zugangswegen zur Kirche neu verlegt.

Eine Magerwiese statt eines gemähten Rasens

Nun beginnt der zweite Teil der Arbeiten: die Neugestaltung des Umschwungs unter Leitung von Landschaftsarchitekt Matthias Fahrni. Hier ist der Gedanke der Biodiversität leitend. Nicht mehr Rasen, sondern Magerwiese soll zukünftig die Kirche umgeben. «Das sieht anfangs ungepflegt aus gegenüber dem bisherigen Zustand mit gemähtem Rasen, Rabatten und Hecken, doch mit einer artenreicheren Umgebung gewinnt man die Natur zurück», so Fahrni. Das hohe Gras bietet Nahrung für Insekten, die Trockenmauern Lebensraum etwa für Eidechsen und Ringelnattern.

Der Brunnen ist versetzt und nach den alten Massen neu gestaltet worden, nun mit Überläufen und einem äusseren Brunnenbecken, wo Igel und andere Tiere trinken können. Die Bronzestatue des Künstlers und Ordensmanns Hugo Heule – Künstlername: Hugo de Matran – wird aus dem Schatten des Kreuzes herausgenommen und prominent vorne am Weg stehen. (red)

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