Der lange Kampf hat sich gelohnt: Seit dem letzten Fahrplanwechsel sind auch die Quartiere Engerfeld und Kapuzinerberg an das öV-Netz angeschlossen. Seit dem letzten Dezember fährt der grenzüberschreitende Stadtbus alternierend einmal pro Stunde über die alte Route via Kohlplatz und Dianapark und einmal über den Kapuzinerberg.

20 Jahre für Busverbindung gekämpft

«Wir sind sehr zufrieden mit dem Bus», sagt Urs Jost. Unermüdlich hat er sich in den letzten 20 Jahren für die Busverbindung stark gemacht, hat unzählige Male auf der Stadtkanzlei vorgesprochen und zusammen mit weiteren Anwohnern Unterschriften für den Anschluss ans öV-Netz gesammelt.

440 Unterschriften kamen 2011 zusammen. Sie haben ihren Teil dazu beigetragen, dass der Stadtbus seit einem halben Jahr über den Kapuzinerberg fährt. «Für Einkauf und Besuche sind wir auf den Bus angewiesen», sagt Jost.

Positive Rückmeldungen von Passagieren

Zufrieden ist man mit der neuen Linie auch bei der Stadt. «Die Resonanz aus den neu bedienten Quartieren ist sehr positiv», sagt Stadtschreiber Roger Erdin. Das bestätigt Uwe Mühl, Leiter Kundencenter der Südbadenbus GmbH, die den grenzüberschreitenden Stadtbus betreibt. Die Rückmeldungen der Passagiere seien durchweg positiv.

«Wir haben mit Urs Jost auch einen hervorragenden ‹Fahrgastbeirat›, der uns mit Informationen und Tipps versorgt, Anregungen gibt und die Stimmung im Quartier bestens kennt», windet Mühl dem Buslinien-Vorkämpfer ein Kränzchen. Dieser gibt die Lorbeeren umgehend zurück: «Wenn etwas ist, finde ich bei Uwe Mühl gutes Gehör», so Jost.

«Die Fahrgastzahlen nehmen weiterhin zu»

Für eine gefestigte Bilanz sei es nach sechs Monaten noch zu früh, sagt Erdin und verweist auf den auf drei Jahre angelegten Versuchsbetrieb. «Die Fahrgastzahlen nehmen aber weiterhin zu.» Dass die Passagierzahlen steigen, bestätigt Mühl. «Selbstverständlich kommt die neue Relation noch nicht an die Zahlen des anderen Teilastes heran, dies war aber in der kurzen Zeit auch nicht zu erwarten, da muss man Geduld haben.»

Am besten frequentiert ist bislang die Haltestelle Sonnenbergstrasse. «Sie kann sich durchaus schon mit anderen Haltestellen messen», so Mühl. Hier steigen vor allem Schüler des Oberstufen- und Berufsbildungszentrums Engerfeld ein und aus. Die weiteren Haltestellen auf dem neuen Ast haben «noch Luft nach oben», sagt Mühl. «Eine Zunahme der Fahrgastzahlen zeichnet sich aber ab.» Laut Urs Jost ist neben der Sonnbergstrasse vor allem die Haltestelle Rosengässchen bereits gut frequentiert, die Haltestellen HPS und Lichsweg hinken frequenzmässig etwas hinterher.

Bei Schülern beliebt

Die Schüler der Engerfeld-Schulanlage sind derzeit denn auch die Hauptnutzer des neuen Angebots. «Aber es zeichnen sich auch schon vereinzelt Stammgäste ab», freut sich Mühl. Wie bei den anderen Linien sind die Frequenzen auch beim Kapuzinerberg-Bus in den Hauptverkehrszeiten am höchsten. «Dabei konnten wir keine Unterschiede bei den einzelnen Tagen feststellen», so Mühl.

Als sehr gut erlebt Mühl die Zusammenarbeit mit der Stadt. «Wir sind mit dem betrieblichen Ablauf sehr zufrieden, die Fahrzeiten sind realistisch und es gibt verkehrlich keine Probleme.» Vor allem die Querung der Kaiserstrasse sei durch die rasche Anbringung des Verkehrsspiegels durch die Verwaltung entschärft worden.