Fricktal

Ein Grossprojekt beschert Stein weiteres Wachstum

Die geplante Überbauung Neumatt in Stein

Die geplante Überbauung Neumatt in Stein

Stein Der Gestaltungsplan für das Projekt «Neumatt» in Stein ist rechtskräftig. Es sollen zehn Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 200 Wohnungen entstehen.

Auf der freiliegenden Fläche zwischen Münchwilerstrasse und dem Landwirtschaftsbetrieb Käser in Stein könnte schon bald gebaut werden.

Die neu geschaffenen Baugrundstücke sind Teil der Spezialzone «Neumatt». Inzwischen gehört das Land gemäss Bauverwalter Roland Gröflin den zwei Grundeigentümern Areal B AG und Neumatt Park AG.

Begleitet von einem Fachgremium, in dem auch der Gemeinderat vertreten war, erarbeiteten das Büro Birri Architekten in Stein und Think Architecture in Zürich einen Gestaltungsplan Neumatt.

«Wir wollen mit den Sondernutzungsvorschriften den Rahmen für die Bauten möglichst klar abstecken und so direkten Einfluss auf die Bauprojekte nehmen», sagt Gemeindeammann Hansueli Bühler.

Gemeinderat setzt Richtlinien

Geplant seien zehn vierstöckige, möglichst quadratische Mehrfamilienhäuser auf einer maximalen Fläche von jeweils 30 auf 30 Metern. Zugelassen sind Flachdächer oder flach geneigte Dächer bis fünf Prozent Neigung.

Hinzu kommt eine unterirdische Einstellhalle für die gesamte Überbauung. Hansueli Bühler rechnet mit gegen 200 neuen Wohnungen.

Starken Einfluss nimmt der Gemeinderat auch auf die Qualität der Gebäude, indem er Minergie P-Standard vorschreibt.

«Dadurch verhindern wir, dass in der neuen Wohnzone allzu billige Wohnflächen geschaffen werden. Vielmehr streben wir qualitativ hochwertige Gebäude an», so Bühler.

Auch bei der Landschaftsgestaltung setzt der Gemeinderat klare Richtlinien, um eine «hohe Siedlungs- und Wohnqualität sicherzustellen», wie er im Gestaltungsplan schreibt. «Wir verlangen von den Projektverfassern eine sehr gute gestalterische Integration der Überbauung in das Orts- und Landschaftsbild», betont Hansueli Bühler. Dazu gehöre zum Beispiel eine klare, festgelegte Anordnung der Bauten und eine ausgewogene Verteilung der Baukuben, eine rationelle und flächendeckende Erschliessung des Baugebiets sowie durchgehende arealinterne Velo- und Fussgängerverbindungen.

Neben verschiedenen Begegnungszonen mit lockerem Baumbestand, Spielplätzen und Grillmöglichkeiten sind eine öffentliche Grünzone entlang der Münchwilerstrasse mit Baumallee und einem kleinen Wäldchen vorgesehen. Auch die Besucherparkplätze liegen an der Münchwilerstrasse. «Die Grünanlagen sind nicht durch einen Zaun von der Strasse abgetrennt», erklärt Roland Gröflin.

500 zusätzliche Einwohner

Wie geht es weiter? «Der Gestaltungsplan ist rechtskräftig. Nun liegt der Ball bei den beiden Eigentümern», sagt der Bauverwalter. Es gelte jetzt, das Vorhaben im Detail zu planen und als Bauchgesuch einzureichen.

Da die Beheizung der Überbauung mit einer Grundwasserpumpe erfolgen soll, sind bereits jetzt Bohrungen für Pumpversuche im Gange. Hansueli Bühler rechnet damit, dass die Bauten in den nächsten drei bis fünf Jahren in Angriff genommen werden. «Aufgrund der Grösse der Überbauung werden wahrscheinlich nicht alle Gebäude auf einmal, sondern etappenweise erstellt.»

Gemäss Schätzungen des Gemeindeammanns dürfte Stein mit der Realisierung der zehn Häuser um rund 500 Einwohner wachsen.

Auf die Infrastruktur wie zum Beispiel die Schulen habe dieser Zuwachs allerdings kaum einen Einfluss.

Auch am Verkehrsknotenpunkt Münchwilerstrasse-Schaffhauserstrasse seien keine zusätzlichen Massnahmen nötig. Das zeige eine vom Gemeinderat in Auftrag gegebene Verkehrsstudie.

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