«Noch 22 Tage», verkündet die Fest-Website in roten Lettern. Das Rheinfelder Brückenfest naht. Ein siebenköpfiges Organisationskomitee mit Vertretern von deutscher und von Schweizer Seite ist seit rund einem Jahr mit den Vorbereitungsarbeiten beschäftigt, wie OK-Präsident Patric Burkard ausführte.

Das Brückenfest wird auf den beiden Rheinseiten unterschiedliche Charakterzüge aufweisen. Auf badischer Seite liegt der Fokus mit Ausstellungen, Theater- und Kabarettaufführungen mehr auf der Kultur, berichtete Kulturamtsleiter Claudius Beck. Am Freitag und Sonntag wird auf dem Inseli «Die Vögel» aufgeführt, am Samstag wird der erste Satz der vierten Symphonie von Bruckner nur von Blasmusikern intoniert.

In der Schweiz steht die Begegnung im Zentrum - ein Markt und Beizli von zahlreichen einheimischen Vereinen laden zum Verweilen und eine 180 Meter lange Theke soll den Meinungsaustausch fördern.

Selbstverständlich fehlt hier aber auch ein Bezug zur Geschichte nicht. Im Fricktaler Museum wird eine Ausstellung über die 100-jährige Geschichte der Rheinfelder Maillart-Brücke gezeigt.

Das Brückenjubiläum ist einer der Gründe für das grenzüberschreitende Brückenfest im Juni, wie der Rheinfelder Stadtammann Franco Mazzi ausführte. Hinzu kommen aber noch weitere gute Gründe: «Die Brücke wurde eben fertig saniert und renoviert und der Kanton schenkt sie in einem symbolischen Akt der Stadt Rheinfelden», so Mazzi weiter. Zudem wurde auch das Inseli jüngst einer Renovation und Neugestaltung unterzogen und im Zweijahresturnus wäre es sowieso Zeit gewesen für das nächste Altstadtfest.

Die symbolische Übergabe der Brücke in den Besitz der Stadt Rheinfelden (CH) erfolgt am Samstag um 11 Uhr durch Regierungsrat Peter C. Beyeler auf der grossen Hauptbühne beim Haus Salmegg unter Mitwirkung des Trompetenensembles.