Laufenburg

Ein Gästehaus, Wohnungen und das regionale Zivilstandsamt sind auf Grimmer-Areal vorgesehen

Die Grimmermatte könnte bei Trauungen eine spezielle Ambiance bieten. Das Gästehaus ist im gelben Gebäude geplant, Wohnungen und Büros des regionalen Zivilstandsamts sollen in der weissen Liegenschaft (rechts) eingerichtet werden.

Die Grimmermatte könnte bei Trauungen eine spezielle Ambiance bieten. Das Gästehaus ist im gelben Gebäude geplant, Wohnungen und Büros des regionalen Zivilstandsamts sollen in der weissen Liegenschaft (rechts) eingerichtet werden.

Künftig sollen die Liegenschaften auf drei unterschiedliche Arten belebt werden. Die beiden bisherigen Wohnhäuser sollen saniert werden. Im älteren, das aus dem 15. Jahrhundert stammt, soll ein Gästehaus mit neun Doppelzimmern entstehen.

«Ein ausserordentlicher Standort zwischen zwei Zeitzeugen verdient eine ausserordentliche Nutzung», sagte der Laufenburger Vizeammann Meinrad Schraner an der Ortsbürgergemeindeversammlung bei der Präsentation der Pläne für die Grimmer-Liegenschaften. Das Areal ist Teil des Schlossbergensembles und wird von Stützmauern und Türmchen der Stadtbefestigung begrenzt.

Künftig sollen die Liegenschaften auf drei unterschiedliche Arten belebt werden. Die beiden bisherigen Wohnhäuser sollen saniert werden. Im älteren, das aus dem 15. Jahrhundert stammt, soll ein Gästehaus mit neun Doppelzimmern entstehen. Es ist vorgesehen, dass ein Pächter das Gästehaus führt.

Im jüngeren aus den 1950er-Jahren sind sechs Wohnungen geplant. Weiter sollen im Erdgeschoss Büros und der Trauungsraum des Regionalen Zivilstandsamtes Platz finden. Zusätzlich ist für das Zivilstandsamt ein Neubau anstelle der bisherigen Garagen geplant (die az berichtete).

Wie Schraner vor den Ortsbürgern ausführte, ist dieser Nutzungsmix von allen drei eingeladenen Architekturbüros vorgeschlagen worden. «Wir stehen dann nicht nur auf einem Bein», betonte er, «es ist eine geschickte Variante hinsichtlich der Verteilung von Chancen und Risiken.» Fachexperten und das sechsköpfige Projektteam haben einstimmig die Pläne des Teams der Erne AG Laufenburg und Wyss + Santos Architekten Basel als Siegerprojekt erkoren.

Positive Reaktionen

Als Kosten für das Projekt sind derzeit rund 4,7 Millionen Franken veranschlagt. In der Summe enthalten ist auch der Kaufpreis von rund einer Million Franken. «Das Projekt steht auch in Einklang mit dem Leitbild 2030», betonte Schraner. Laufenburg könne so bekannter gemacht und eine touristische Infrastruktur aufgebaut werden. «Gerade im Bereich Trauungen versprechen wir uns einiges», so Schraner. Zudem diene es auch der Entwicklung der Wohn- und Lebensqualität.

Die 55 anwesenden Ortsbürger nahmen die Pläne für die Grimmer-Liegenschaften wohlwollend zur Kenntnis. Kritik gab es keine. «Ich bin beeindruckt, was in dieser kurzen Zeit vom Projektteam geleistet wurde», sagte ein Votant, «ich halte das Projekt für eine gute Lösung.» Andere fragten nach, ob Heimatschutz und Denkmalpflege über das Vorhaben orientiert seien, was Schraner bestätigte.

«Wir planen nun mit der gleichen Intensität weiter», betonte Schraner zum Abschluss. Ziel sei es, bereits an der Ortsbürgergemeindeversammlung im November den Baukredit vorzulegen.

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