Eiken
Ein Ferientag mit gepanzerten Tieren

Ferienkinder besuchten die Schildkrötenfarm von Angela und Adrian Wunderlin in Eiken: Selbst die Kleinsten hatten keinerlei Berührungsängste.

Ingrid Arndt
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Beobachten, füttern und kuscheln mit Schildkröten. Ingrid Arndt
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Schildkröten sich einfach umplatziert
Ferienkinder besuchen Schildkrötenfarm in Eiken
Vor lauter Kindern sind keine Tiere mehr sichtbar
So fliegt das Fressen sozusagen in den Mund
Ist die klein!

Beobachten, füttern und kuscheln mit Schildkröten. Ingrid Arndt

Ingrid Arndt

Bis zu 100 gepanzerte Vierbeiner leben bei den Hobbyzüchtern Angela und Adrian Wunderlin in Eiken, die sich vor 12 Jahren auf griechische, russische und Breitrandschildkröten spezialisiert haben.

Doch bevor die 23 Mädchen und Jungen in den Gehegen den direkten Kontakt mit den unterschiedlich grossen und alten Tieren aufnehmen durften, sie füttern, mit ihnen spielen und kuscheln konnten, gab es ein paar Informationen zu deren Leben sowie den richtigen Umgang. Nicht als trockenen Lehrstoff, sondern als ein munteres Frage-und Antwortspiel mit dem Besitzer der Farm Adrian Wunderlin.

Der Umgang mit den Schildkröten müsse ganz besonders sorgfältig sein, legte er seinen kleinen Gästen nahe, denn Stress oder Schmerz sieht man ihnen noch weniger an, als bei anderen Tieren. Wie zum Beweis konnte die Schildkröte, die er gerade in der Hand hielt, drehte und wendete, ihre Kloake nicht mehr geschlossen halten, was die Kinder eher schmunzelnd registrierten.

Einhundert Jahren können die hiesigen Schildkröten alt werden bei einem Gewicht bis zu 3,5 kg. Der Senior in der Farm ist derzeit Adrian mit stolzen 80 Lenzen. Am lebenden Objekt konnten sich die Gäste genau die Krallen anschauen, mit denen sie graben, klettern und sich verteidigen, den Unter- und Oberpanzer, der Auskunft durch seine Musterung über das Alter gibt oder die Ohren hinter dem Kopf. Doch Schildkröten können weder besonders hören noch sehen, dafür umso besser schmecken. Und sie spüren es, wenn sie gestreichelt werden. Die kleinen Besucher erfuhren einiges über Winterschlaf, Eiablage, und Essgewohnheiten. Salat, Würmer, Schnecken, Gurken, Gras und Heu, manchmal auch Tomaten stehen ganz oben auf deren Speiseplan.

Reichlich ausgestattet mit diesen Schildkrötenleckereien lockten die Mädchen und Jungen die Tiere mit grösstem Vergnügen an.