Rheinfelden
Ein farbenfrohes Stelldichein auf der Brücke

Die Temperaturen weit jenseits der 30-Grad-Marke beeindruckten die vielen Besucher der Brückensensationen wenig. Die sechste Auflage der Brückensensationen waren farbenfroh und fröhlich.

Ingrid Arndt (Text und Fotos)
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Schlappseilkünstler Pete Sweet vereinte Artistik und Comedy. ari

Schlappseilkünstler Pete Sweet vereinte Artistik und Comedy. ari

Zuspruch und Begeisterung waren ungebrochen für die zahlreichen Veranstaltungen anlässlich der sechsten Auflage der Brückensensationen. Diesmal auch mit aktiver Beteiligung des Kulturamtes von Rheinfelden/Schweiz, das vor allem die Darbietungen auf der Kurbrunnenanlage organisiert hatte. Natürlich waren die schattigen Plätze, am besten mit einer erfrischenden Brise vom Wasser her, sehr begehrt. Eine Abkühlung an den diversen Brunnen war ebenso willkommen.

Akrobatik, Tanz und Comedy

Zu einem fröhlich unterhaltsamen Reigen mit atemberaubender Akrobatik, flotten Melodien, Tanz, Theater, bezauberndem Zirkus, Comedy und Pantomime hatten sich Künstlerinnen und Künstler aus ganz Europa und den USA ein farbenfrohes Stelldichein gegeben. Und wie all die Jahre zuvor war tagsüber kein Eintritt zu entrichten.

Stets umlagert von vielen Kindern kutschierte Elefant Jochen von Ufer zu Ufer, klingende Gebilde und Windräder aus den abenteuerlichsten Materialien luden ein, selbst mal Musikant zu sein. Auf der Freifläche der Kurbrunnenanlage hatten Irmi Fiedler und Stephan Dietrich aus der Nordwestschweiz ihr reizend anheimelndes Minizirkuszelt aufgestellt, ihr schlachtreif schwergewichtiges Trüffelschwein dabei, mit dem sie neben einer verblüffenden Dressur ihr gemeinsames Zuhause gestalteten.

Der schusselig liebenswürdige Jojo bastelt stets und immer an irgendetwas, derzeit an einem Heli, weil er doch so gerne verreisen möchte. Seine Frau Néné jedoch ist am liebsten daheim. Ein unverhofftes Paket von der verstorbenen Tante aus Louisiana bringt Bewegung in die traute Dreisamkeit. Mit dem allergrössten Vergnügen verfolgten Kinder und Erwachsene den Fortgang des Geschehens, erfreuten sich an den humorvoll musikalischen Darbietungen, an Zauberei, Clownerie in einer ganz speziellen Atmosphäre.

Wie eine Rose

Geheimnisvoll traumhaft öffnete sich gleich nebenan im Ausstellungsraum des Kurbrunnens die überdimensionale Blüte einer roten Rose. In Nebel und magisches Licht getaucht tanzte darin die 21-jährige Marula Eugster, jüngste Tochter des Gründerpaares des Strassen-und Kindertheaters «Rigolo swiss nouveau cirque». Wie nicht von dieser Welt bewegte sie sich in der Blume, liess die einzelnen Blütenblätter fallen und sich aufrichten, zauberte ein Märchen aus Farben, Klängen, Mythos und Fantasie.

Am späten Abend spielte die achtköpfige Band Suma covjek orkestra auf, präsentierte Musik vom Balkan, aber auch fetzigen Jazz. Auf dem Inseli faszinierte Pete Sweet, immer ein wenig nach Anerkennung heischend, scheinbar mühelos Artistik auf dem Schlappseil, Jonglage und Comedy, mit überschäumendem Temperament verulkte Ulik sein Publikum und spielte auf abenteuerlichsten Instrumenten.

Auf dem Trampolin wirbelten wie Luftballons die drei Herren der Gruppe Cirq ́ulation Locale durch die Luft, kulinarischer Slapstick war zu bewundern und scharfsinniges Kabarett.