Bözen
Ein Fairtrade-Laden öffnet – aber nur für zwei Monate

Das Geschäft Cositas öffnet für zwei Monate und verkauft auf die Weihnachtszeit hin Bio-Kinderkleidung und Geschenke. Die beiden Betreiberinnen führen bieten auch Produkte aus der Region an.

Luisa Bider
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Cositas-Gründerinnen Jeannine Fankhauser (links) und Sabrina Basler in ihrem Laden. Luisa Bider.

Cositas-Gründerinnen Jeannine Fankhauser (links) und Sabrina Basler in ihrem Laden. Luisa Bider.

Luisa Bider

«Cositas»: Das spanische Wort bedeutet «kleine Dinge». Kleine Dinge sind es nämlich, die im Bözener Geschäft Cositas verkauft werden: Fairtrade- und Bio-Kleidung für Kleinkinder, Geschenkartikel und Handgemachtes. Die aktuelle Ausstellung wird morgen Donnerstag eröffnet und dauert bis zum 20. Dezember.

Vor vier Jahren begann das Projekt «Cositas» von Jeannine Fankhauser und Sabrina Basler. Die zwei jungen Mütter hatten das Bedürfnis nach einem Geschäft in der Umgebung, welches Kinderkleider und Accessoires in Fairtrade- und Bio-Qualität anbietet. Kurzerhand beschlossen die beiden Frauen aus Bözen und Umgebung, das Projekt selbst in die Hand zu nehmen. «Ursprünglich wollten wir selbst Stoffe bedrucken und verkaufen. Wir haben aber schnell gemerkt, dass wir dafür zu wenig Erfahrung haben, und haben uns auf den Verkauf von Fairtrade-Kleidung konzentriert», erzählt Basler.

Fair Christmas Shopping

Die Eröffnung des Cositas-Ladens findet morgen Donnerstag, 7. November, statt. Danach ist der Laden im November und Dezember montags, donnerstags und freitags von 9 bis 11 Uhr geöffnet. Zusätzlich wird ein Abendverkauf am Freitag, 29. November, von 17 bis 20 Uhr durchgeführt. Der
Laden befindet sich am Oberdorf 5 in Bözen und verkauft Baby- und Kinderkleider aus Bio-Baumwolle, Fairtrade-Artikel, Geschenke sowie Handgemachtes. (BIB)

Es kann sehr teuer werden

Bei der Auswahl der Kleidungsstücke achten die beiden vor allem auf ein sinnvolles Preis-Leistungs-Verhältnis. «Uns ist klar, dass es im Bereich Fairtrade sehr teuer werden kann», so Basler. «Wir richten uns aber danach, ob wir selber bereit wären, den verlangten Preis zu bezahlen», ergänzt Fankhauser. So würden sie erreichen, dass die Preise bezahlbar blieben. Für ein bedrucktes Kindershirt der schwedischen Marke Maxomorra bezahlt man beispielsweise 24 Franken.

Der Anfang der Cositas-Verkäufe fand im Gewölbekeller von Mitgründerin Basler statt. Während zwei Jahren war der Cositas-Keller donnerstags und jeden zweiten Samstag geöffnet. «Der Keller war schön, doch nach zwei Jahren war es Zeit für etwas Neues», erzählt Basler. Nach der Schliessung des Geschäfts konzentrierten sich die zwei Frauen auf ihren Onlineshop und einige Ausstellungen, die jeweils im Frühling und vor Weihnachten stattfanden. «Durch den Onlineshop haben wir mehr Leute aus anderen Teilen der Schweiz erreicht. Das ist toll», so Fankhauser.

Produkte aus der Region

Neben den internationalen Fairtrade-Marken Maxomorra (Schweden), Frugi und Kite Kids (England) werden auch Produkte aus der Umgebung verkauft. So werden Stilltücher aus der Brugger Beschäftigungsinstitution «Heimgarten» verkauft sowie Artikel aus den claro-Geschäften. Einige Produkte werden auch von Fankhauser und Basler handgefertigt, wie beispielsweise die Kirschsteinkissen.

Der Verkauf findet zum vierten Mal im ehemaligen Spitex-Zentrum am Oberdorf 5 statt. «Dies ist die erste Ausstellung, die ganze zwei Monate andauert. Ansonsten haben wir nur an ungefähr zwei Tagen ausgestellt», erzählt Basler. Der aktuelle Verkauf findet unter dem Namen «Fair Christmas Shopping» statt und konzentriert sich auf die kommende Weihnachtssaison. Neben Baby- und Kinderkleidern werden Geschenkartikel wie Karten, Servietten oder Girlanden verkauft. Basler betont: «Wir haben auch viele Geschenkideen für Leute, die keine Kinderkleider benötigen.»

Neben der Arbeit im Cositas-Laden und Onlineshop arbeitet Fankhauser im Badener Kantonsspital und Basler als freie Typografin. «Durch meine Arbeit als Typografin gestalte ich all unsere Werbeflyer selbst – es ist sehr praktisch, dass wir niemanden zusätzlich anstellen müssen», sagt Basler.