Adventszeit

Ein Duft von Mandeln und Glühwein – der Weihnachtsmarkt in Frick ist nicht mehr wegzudenken

Der Weihnachtsmarkt Frick fand zum 14. Mal in Folge statt. Über 100 Marktstände boten ihre kulinarischen Leckerbissen, allerlei Handgemachtes und handwerkliche Unikate an.

Dicht gedrängt schlängelten sich die rund 10'000 Besucher vorbei an mit funkelnden LED-Lichtern und glitzernden Weihnachtskugeln liebevoll dekorierten Ständen durch die Hauptstrasse.

«Der Weihnachtsmarkt ist ein Dankeschön für alle Kunden», sagt Daniel Müller, Leiter Bereich Verkauf-Dienstleistungen vom Verein Gewerbe Region Frick-Laufenburg. «Bereits zum 14. Mal in Folge findet der Weihnachtsmarkt immer am Samstag vor dem zweiten Adventssonntag statt», so Müller. Rund 80 bis 100 Franken zahlen die Händler an Standgebühren, für einen Foodstand müssen sie immerhin 270 Franken hinblättern.

«Schenken macht die Seele weit. Geiz macht sie eng.»

Süsser die Glocken nie klingen? Bei einem Marktfahrer, der an seinem Stand Magenbrot einer Leimbacher Confiserie verkaufte, klingelten auch die Kassen. Ich kann sehr gut davon leben», bemerkte er lächelnd. Auch für die Inhaber der Ladengeschäfte ist der Fricker Weihnachtsmarkt eine willkommene und lukrative Ergänzung ihres traditionellen Marktangebotes.

Auch Geschenke gehören zu Weihnachten. Sie binden und zeigen, dass man an andere gedacht hat. Doch man darf sich nichts vormachen. «Wir schenken, weil es uns zuerst guttut und dann erst dem anderen», sagt der Philosoph Wilhelm Schmid. «Schenken macht die Seele weit. Und Geiz macht sie eng, deswegen schenken Menschen gern.»

Jeder, der noch ohne Geschenke war, wurde bei dem reichhaltigen Angebot bestimmt fündig. Bratwurst und gebrannte Mandeln – um die Sicht auf die Marktstände durch das Gedränge der hungrigen Besucher an den Foodständen freizuhalten, wurde ein gebührender Abstand zwischen den Verkaufs- und den Foodständen eingehalten. Wer wollte, konnte seinen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten. Mit dem Kauf eines T-Shirts wird in gerodeten Regionen in Amerika, Afrika oder Asien ein Baum gepflanzt. Ein namentlich auf den Käufer ausgestelltes «Baumzertifikat» inklusive.

Gegen die Kälte half der eine oder andere Becher Glühwein. Mit seinen unverwechselbaren Aromen gehört er zweifelsohne zu den beliebtesten Getränken auf einem Weihnachtsmarkt. Wer hat ihn erfunden? Offensichtlich nicht die Schweizer. Über seinen Ursprung ranken noch immer viele Rätsel. Conditum Paradoxum – schon die alten Römer veredelten ihren «Würzwein» mit Pfeffer, Mastix, dem Harz der Mastix-Pistazienbäume, Lorbeerblättern und Safran.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1