Kaisten

Ein Dorf im Festfieber

Das dreitägige Jugend- und Dorffest in Kaisten war ein Erfolg. Der Festlaune konnte auch das durchwachsene Wetter am Freitag und Samstag nichts anheben.

Das dreitägige Jugend- und Dorffest in Kaisten war an Vielfalt und Überraschungen nicht zu überbieten. Trotz des eher durchwachsenen Wetters herrschte beste Stimmung und gab es alles, was das Herz begehrt: Spiel und Spass, Musik und Tanz, Historisches und Erfreuliches wie zum Beispiel drei Einweihungen.

Die erste Einweihung war am Dorffest-Auftakt am Freitag dem neuen Kindergarten gewidmet, die zweite am Samstag dem neuen Postauto der Linie Kaisten-Ittenthal und die dritte eine Stunde danach dem neuen Kaister Heimatweg. Drei Ereignisse also, die auch nach dem dreitägigen Fest Bestand haben werden.

55'000 Personen befördert

Gut 55'000 Personen werden jährlich zwischen Kaisten und Ittenthal befördert. Da lag es nahe, das Angebot der «Postauto Nordschweiz» in Form von einem neuen, grossen Fahrzeug mit 27 Plätzen auszubauen. Es ist seit dem Fahrplanwechsel in Betrieb, aber die offizielle Einweihung musste bis zum Dorffest warten – eine «freudige Sache», wie Patrick Zingg, Leiter der Postauto AG Nordschweiz fand.

Erfreut war auch Gemeinderat Arpad Major, zugleich Präsident des Dorffest-Komitees: Er übernahm die Patenschaft des neuen Fahrzeuges. Sein Patenkind heisst übrigens «Ittenthal».

Die dritte Einweihung richtete sich mehr an Fussgänger: Mit dem neuen Heimatweg hat ein kleines Team um Alt-Gemeindeammann Josef Amsler ein interessantes Angebot auf kultureller Ebene geschaffen. Amsler hat zusammen mit Judith Rehmann, Sabina Bäumle und Urs Müller 17 Stationen – elf in und um Kaisten, sechs in Ittenthal – Geschichtliches anhand von Schautafeln wieder aufleben lassen.

Die archäologische Vergangenheit von Kaisten spielt dabei eine Rolle, ebenso die Fasnacht, altes Handwerk, die Stiftsmühle, die beiden Kirchen und vieles mehr. «Wir zeigen, was wir an Wissenswertem in unseren Dörfern haben», sagte Josef Amsler an der Übergabe des Heimatweges an Gemeindeammann Franziska Winter.

Gelungene Lasershow

Was am Freitag mit Böllerschüssen angefangen hatte, erwies sich als Publikumsliebling: Auch wenn es teilweise regnete, blieb die Stimmung gut und waren die insgesamt 17, mit viel Herzblut hergerichteten Beizen voll. Nach dem Mega-Eröffnungsabend am Freitag mit Bühnenprogramm und Lasershow und dem ebenso «einfach guete» Festsamstag ging es am Sonntag in die dritte Runde.

Am Samstag traten die Jugendmusik Regio Laufenburg, die Alphorngruppe Kaisten, die Kinderband «Hilfssheriff Tom», die Jagdbläser, das «Willy Tell Trio» und die «Rebel Tell Band» auf, am Sonntag legten Paolo’s Fricktal Krainer, Michelle Ryser sowie das Laufenburger Tambourencorps nach. Das Dorffest-Motto – ein gelbes, lachendes Rebblatt – machte dem Grossanlass alle Ehre. Was es sonst noch gab: einen Rummelplatz, die Fotoausstellung «Einblick in das Früher» in der Mehrzweckhalle, ein Ballonwettbewerb. Und natürlich ein Festwein von Roland Schraner.

OK-Präsident Arpad Major war mit dem Verlauf des Dorffestes zufrieden. «Wir haben keine grösseren Überraschungen gehabt», erklärte er, «es verlief alles so, wie es geplant war».

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