Laufenburg

Ein besonderes Spektakel: Die Plaketten für die Städtlefasnacht waren schnell ausverkauft

Mit 60 Gruppen war der grenzüberschreitende Umzug an der Laufenburger Städtlefasnacht gut bestückt.

Das ging schnell: Der grosse Umzug durch beide Laufenburg am Sonntag hatte noch lange nicht begonnen, als die immerhin 900 Plaketten weg waren – ausverkauft, vollständig unters närrische Volk gebracht. Wer zu spät kam, erhielt für etwas weniger Geld einen kleinen Plastikchip. Kein sonderlich chickes Souvenir, aber ein akzeptabler Eintritt für den Genuss eines ganz besonderen Spektakels.

59 Gruppen aus Deutschland und der Schweiz sowie eine Formation aus Grossbritannien bewiesen, dass Laufenburg in punkto Fasnacht eine Macht darstellt. Eine Macht voller Farben, Frohsinn, Konfetti, Krach und Musik, mit dem Bewusstsein von Tradition und dem Sinn für Fortschritt. In der Altstadt waren Stehplätze rar, die Zuschauer standen dicht gedrängt zwischen Laufenbrücke und Marktplatz.

Das Wetter spielte auch mit. Es wehte ein laues Lüftlein durch die Gassen und über den Rhein, keine Spur von Regen, Sturm und schon gar nicht von Schnee. Ideale Bedingungen also für alle, die dabei waren. Im Speziellen für die jungen Leute, die sich den Maskenträgern gegenüber gerne etwas keck gaben, sich dann aber Konfettiladungen in die schönen Pelzkragen einhandelten, an denen sie noch eine Weile zu tragen haben werden.

Fasnacht im Aargau 2020: Umzug an der Städtlefasnacht in Laufenburg

Umzug an der Städtlefasnacht in Laufenburg

Die Umzugsteilnehmer hatten so klangvolle Namen wie Kuppelsteiner Hexen, Höllenknechte, Seelbach-Gaischter, Trotte-Müetterli, Chomer Weckhäxen, Hooriwälder, Paradiesvögel, Galgenbuck-Deufel; die Guggenmusiken hiessen Moräneschränzer, Burgunder-Rätzer oder Fröscheloch Echo. Die Masken, die zur Schau getragen wurden, konnten Furcht einflössen, andere waren aber einfach nur schön anzuschauen.
«Mitsingen, mitklatschen, mitfeiern», forderten die Moderatorinnen Monika Spring und Anita Schraner die vielen Zuschauer auf.

In einem Fall half alles nichts, als eine Gruppe Hexen mit derart lauten Rätschen auf Rädern unterwegs waren, dass sogar die Guggenmusiken untergingen. Man soll «Oh Hex, oh Hex» rufen, dann gebe es etwas, meinten die Moderatorinnen. Aber bei Hexen weiss man nie, denn lieb ist manchmal nur der Schein.

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Am Umzug nahmen etliche Gruppen aus Laufenburg und der näheren Umgebung teil – unter anderem die Barocker, die Roli-Guggers, die Löwen und Stadthäxen, die Stadt- und Feuerwehrmusik, das Tambourencorps Laufenburg im neuen Outfit «The Fresh Prince of Walking-Castle» sowie die Burgmatter Stadtmusikanten mit Kindern und Erwachsenen.

Die Narro-Altfischezunft nahm die Dauerbaustellen in Laufenburg mit einem Mottowagen aufs Korn. «Uff beide Site vom Rhi, krige sie ihre Baustelle nid hi», war zu lesen, während auf der Ladefläche die Schaufeln sehr langsam bewegt wurden oder die Arbeit grad in der Hängematte versandete.

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