Nach zehn Jahren Dienst in der reformierten Kirchgemeinde Wegenstettertal hat das Pfarrerehepaar Susanne Michels und Holger Frehoff seine Zelte abgebrochen und zieht noch diese Woche in den Norden Deutschlands. Genauer: nach Pritzwalk im Bundesland Brandenburg. Dort übernehmen die beiden eine Diasporagemeinde. Susanne Michels verglich die Situation mit dem Aufbruch des biblischen Abraham, von dem im ersten Buch der Bibel berichtet wird, wie er von Gott aus Haran zum Aufbruch in ein fremdes Land aufgefordert wurde.

Geschenke als Dank

Als symbolträchtiges Geschenk übergab Roger Leuenberger namens der Kirchenpflege dem Pfarrerehepaar nebst einer Kollektion von Schwarzenberger Krippenfiguren einen Apfelbaum in Form eines Geschenkgutscheins mit. Ein Gärtner in Pritzwalk hat den Auftrag erhalten, den Baum im Pfarrhausgarten zu pflanzen und vier Jahre lang zu hegen und zu pflegen.

Der katholische Diakon Ralph Binder verdankte mit Worten und einem Geschenkkorb die gute ökumenische Zusammenarbeit und Pfarrer Alexander Pasalidi liess Grussworte überbringen. Schliesslich entband Vizedekanin Christine Straberg das Pfarrerehepaar offiziell von seinen Dienstpflichten und verdankte seine Arbeit für die Kirchgemeinde.

Zum Grund ihres Wegzugs befragt, sagt Frehoff: «Wir sind seit zehn Jahren im Wegenstettertal. Wir haben das zum Anlass genommen, uns darüber Gedanken zu machen, wie es für uns in den nächsten Jahren weitergehen soll.» Das Gefühl, dass wir gut nach Pritzwalk passen würden und dort als Pfarrerin und Pfarrer gebraucht werden, habe sie motiviert, sich dort zu bewerben.

Gute Erinnerungen

Aus dem Wegenstettertal nehmen sie gute Erinnerungen mit: «Wir durften dabei mitwirken, den Bau des neuen Kirchgemeindezentrums zu begleiten und das Haus mit Leben zu füllen», so Susanne Michels. «Wir wünschen den Menschen im Wegenstettertal, dass ihnen dieser Begegnungsort bleibt – für Begegnungen miteinander und mit Gott.»