Eiken
Eiken verhängt Gebietsfahrverbot gegen den Schleichverkehr

Der Gemeinderat von Eiken will dem Schleichverkehr mit einem Gebietsfahrverbot entgegenwirken. Viele hatten sich gegen diesen Schritt gewehrt, ihre Eingabe im Nachhinein aber wieder zurückgezogen. Hängige Einwände wurden abgewiesen.

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Das Fahrverbot soll nicht für den Zubringerdienst und die Landwirtschaft gelten.

Das Fahrverbot soll nicht für den Zubringerdienst und die Landwirtschaft gelten.

Walter Christen

Gegen die Ende März vom Gemeinderat publizierte Verkehrsbeschränkung zur Unterbindung des Schleichverkehrs auf Schul- und Radwegen sowie durch Wohnquartiere (auf den bekannten Routen westlich und östlich der Laufenburgerstrasse K295) in Eiken gingen beim Gemeinderat 5 Einzeleinwändungen, eine Kollektiveinwändung mit 26 Mitunterzeichnern sowie eine Kollektiveinwändung mit 75 Unterzeichnern ein.

Der Gemeinderat lud schliesslich zu einer Einigungs- und Orientierungsverhandlung ein. Es zeigte sich, dass zahlreiche Einwänder über den Verbotsumfang beziehungsweise die tatsächlichen Einschränkungen ungenügend oder falsch informiert waren. Insgesamt 51 Personen zogen daraufhin ihre Eingabe zurück.

Hängige Einwände abgewiesen

In der Überzeugung, dass die Verfügung eines Gebietsfahrverbotes mit der Einschränkung «Zubringerdienst/Landwirtschaft gestattet» eine wirksame Gegenmassnahme auf den Schleichverkehrsrouten Ost (Neumattstrasse/Stettenenstrasse) und West (Gehrenstrasse/Feldblumenweg/Dammstrasse/Höchiweg) darstellt, hat der Gemeinderat die noch hängigen Einwändungen abgewiesen. Die Verkehrsbeschränkung wird wirksam, wenn die erlassene Verfügung in Rechtskraft erwächst und die Verbotstafeln aufgestellt sind.

Der in den Einigungsverhandlungen angesprochene Vorschlag, eine Tempo-30-Zone als mögliche Alternative zum Fahrverbot einzurichten, erachtet der Gemeinderat als keine geeignete Massnahme. (az)