Eiken
Grossinvestition: Landi Frila will für zwei Millionen Franken das Silocenter erneuern

Mit dieser Investition will die Genossenschaft langfristig die Übernahme von Getreide und Ölsaaten im Fricktal sichern. Nach dem Abschluss des Projekts soll die Annahmekapazität 80 Tonnen pro Stunde betragen. Zuvor entscheidet aber die Generalversammlung vom 9. April über den entsprechenden Kredit.

Dennis Kalt
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Für Erneuerungen am Getreidesilo der Landi Frila in sollen rund zwei Millionen Franken investiert werden.

Für Erneuerungen am Getreidesilo der Landi Frila in sollen rund zwei Millionen Franken investiert werden.

Bild: Dennis Kalt / Aargauer Zeitung

Das Getreidesilo der Landi Frila überragt mit knapp 60 Metern so manchen Kirchturm. Rund 8000 Tonnen an Getreide und Ölsaaten hat das Silocenter in Eiken im Jahr 2020 angenommen. Doch die 1963 erbaute Getreideannahmestelle bedarf weitreichender Erneuerungen. Und so beantragt die Verwaltung der Landi Frila an der Generalversammlung vom 9. April einen Kredit über 2,05 Millionen Franken.

Mit dieser Investition will die Genossenschaft langfristig die Übernahme von Getreide und Ölsaaten im Fricktal sichern, wie Martin Müller, Mitglied der Geschäftsleitung, sagt:

«Die Rentabilität steht nicht im Vordergrund, sondern die betriebliche Aufrechterhaltung eines Kernelements der landwirtschaftlichen Versorgung.»

80 Tonnen pro Stunde können angenommen werden

Konkret investiert werden soll in einen zweiten, sogenannten Ruberg-Reiniger, mit dem das angelieferte Getreide von den Ernterückständen getrennt wird. Weiter wird der Drehrohrverteiler, über den das Korn in die verschiedenen Kammern gelangt, ersetzt sowie die davon abgehenden Rohre vergrössert. «Dadurch wird eine Annahmeleistung von 80 Tonnen in der Stunde sichergestellt», sagt Müller.

Vergössen will die Landi Frila die beiden Annahmnegossen, in die das Getreide und die Ölsaaten reingeschüttet werden. Dies, weil die von den anliefernden Produzenten verwendeten Transportmittel immer grösser werden und vermehrt Anhänger zum Einsatz kommen, die zum Abladen nach hinten kippen müssen. Das, so Müller, sei momentan aber nur an der äusseren Gosse und über das Rückwärtsanfahren möglich. «Durch eine Vergrösserung der beiden Annahmegossen und der Anhebung des Gossendaches können künftig auch Kippanhänger parallel zum Gebäude anfahren und rückwärts entladen werden», erklärt er.

Ersetzt werden müssen zudem die zwei Kühlgeräte. Diese benötigt es, um die angenommenen Getreide und Ölsaaten so rasch wie möglich auf die für die Lagerung benötigte Temperatur abzukühlen. Ein Ersatz ist notwendig, weil die verwendete Kühlmittel nicht mehr den aktuellen Vorschriften entsprechen, so Müller.

Fotovoltaikanlage mit 540 Quadratmetern

Vorgesehen ist weiter eine Fotovoltaikanlage am südlichen Siloturm auf einer Fläche von rund 540 Quadratmetern. Müller sagt:

«Unserem Leitbild entsprechend prüfen wir bei Umbauten jeweils die Möglichkeiten für die Installation einer solchen Anlage.»

Mit der Anlage könnte die Landi Frila eine Jahresleistung von 70’000 Kilowattstunden produzieren und rund 60 Prozent des produzierten Stroms für den Eigenbedarf nutzen.

Der Zustimmung des Kredites vorausgesetzt, erstreckt sich die Umsetzung der Erneuerungsarbeiten bis Juni 2023. Denn so müssen die geplanten Investitionen auf die Getreideannahme und die Warenauslagerung abgestimmt werden.