Kaiseraugst
Eigentümer heben die Wohnqualität in der Liebrüti hervor

Kaiseraugst befindet am 3. Dezember über eine Zonenplanänderung in der Liebrüti. Sie soll einen maximal 80 Meter hohen Bau ermöglichen. Es soll ein Wohnturm entstehen.

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So könnte dereinst der Liebrüti-Turm in Kaiseraugst aussehen. Visualisierung zvg

So könnte dereinst der Liebrüti-Turm in Kaiseraugst aussehen. Visualisierung zvg

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Der Abstimmungskampf in Kaiseraugst ist in vollem Gange. Am 3. Dezember befinden die Stimmberechtigten an der Gemeindeversammlung über eine Zonenplanänderung in der Liebrüti, die ermöglicht, maximal 80 Meter hohe Gebäude zu bauen. Mit dem Projekt Liebrüti Domus soll nämlich dereinst ein Wohnturm mit Kleinwohnungen auf dem bestehenden Liebrütizentrum entstehen.

Die Gegner des Projektes sprechen von einem «Wohnsilo» und befürchten eine «Gettoisierung» des Quartiers. Zudem werfen sie den Initianten vor, die tatsächliche Höhe des geplanten Turms in den Visualisierungen nicht kenntlich zu machen. Nachdem sich in der Endphase des Abstimmungskampfs diese Woche der Gemeinderat für das Projekt eingesetzt hat (die az berichtete), melden sich nun die Eigentümer Alexander und Thomas Götz und Hans Peter Buchschacher noch einmal zu Wort.

Wohnqualität erhalten

«Auf Initiative des Gemeinderates Kaiseraugst haben wir uns bereit erklärt, integriert in unserem Einkaufszentrum, einen Wohnbau für den Bedarf an altersgerechtem Wohnen und zusätzlichen Wohnraum für junge Erwachsene und Singles zu planen», betonen die drei Eigentümer und wehren sich gegen Kritik am Wohnturm. «Die Liebrüti hat ein sehr hohes Niveau an grosszügigen, gepflegten Grünflächen und Spielplätzen. Diesen Komfort können und wollen wir auf keinen Fall für ein Bauvorhaben opfern, da damit die Wohnqualität unserer Mieterinnen und Mieter und deren Besucher eingeschränkt würde», schreiben sie in ihrem Communiqué weiter. Deshalb sei es «unverantwortlich und kurzsichtig», zu fordern, dass das Bauprojekt auf der grünen Wiese realisiert wird.

Zudem stösst der Eigentümerschaft der Begriff «Getto» sauer auf. «Die Liebrüti ist kein Getto, sondern eine gepflegte und ansprechende Überbauung mit einem guten Mieter-Mix und anständigen Bewohnern, auf die Kaiseraugst stolz sein darf», betonen sie.

Und bekräftigen zum Schluss ihrer Mitteilung, dass es keine Teillösungen oder Varianten gebe. «Bei einem Nein bei der Abstimmung käme in den nächsten Jahren kein neues Projekt zustande und alle positiven Vorsätze unsererseits bei der Sanierung und der Erweiterung des Zentrums und des Hallenbades würden sich um Jahre verzögern.» (mf)

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