Sulz

Ehrung für das Natur-Urgestein Fritz Ledermann für sein grosses Engagement

VONV-Präsident Meinrad Bärtschi (links) überreicht Fritz Ledermann die Auszeichnung, den Naturschutzpreis 2012. – Foto: dds

VONV-Präsident Meinrad Bärtschi (links) überreicht Fritz Ledermann die Auszeichnung, den Naturschutzpreis 2012. – Foto: dds

Im Laufenburger Ortsteil Sulz fand die Verleihung des Naturschutzpreises 2012 des Verbands Oberfricktalischer Natur- und Vogelschutzvereine (VONV) statt. Der Ausgezeichnete, Fritz Ledermann, engagiert sich seit Jahren für die Belange der Natur.

Der diesjährige «Naturschutzpreis für das obere Fricktal» wurde vom Verband Oberfricktalischer Natur- und Vogelschutzvereine (VONV) an den Sulzer Fritz Ledermann verliehen. Damit wird dessen jahrzehntelanges vernetzendes Wirken gewürdigt (vgl. Aargauer Zeitung vom Freitag, 14. Dezember).

Die Preisverleihung war eigentlich ganz typisch für den Geehrten. Es gab zunächst lediglich eine kurze Begrüssung der zahlreich erschienen Freunde und Familienmitglieder von Fritz Ledermann durch Theo Obrist, Präsident des Natur- und Vogelschutzvereins Sulz (NVS). «Wir ehren heute ein Natur-Urgestein», meinte dieser in seinem Willkommgruss.

Dann ergriff Fritz Ledermann gleich selbst das Wort und erzählte bei der Kapelle Leidikon in der ihm eigenen Art von der Funktion des ehemaligen Mühleweiherbächlis und wo dieses seinerzeit durchgeflossen sei. Anschliessend stapfte die Gästeschar gemeinsam durch den hohen Schnee zu derjenigen Stelle, wo ein Teil des Mühleweiherbächlis auf Initiative und dank der grossen Hartnäckigkeit von Fritz Ledermann wieder geöffnet werden konnte.

Bei den offiziellen Behörden habe man zunächst kein Gehör gefunden, da hätte man kurzerhand zur Eigeninitiative gegriffen und ohne den behördlichen Segen mit der Öffnung begonnen

Fritz Ledermann, ein Mann der Tat

Nachdem sich die Gesellschaft in die Waldhütte Schwarzer Rain verschoben hatte, hielt VONV-Präsident Meinrad Bärtschi die Laudatio. Als Fritz Ledermann vor 40 Jahren beim NVS seinen Einstand gab, sei das Thema Naturschutz beim Kanton und bei den Gemeinden noch völlig bedeutungslos gewesen. In den 1970er- und in den 1980er-Jahren habe es im Naturschutzbereich noch zahlreiche Konflikte gegeben. Durch sein breites Wissen und die vielfältigen Tätigkeiten sei es Fritz Ledermann immer wieder gelungen, verschiedenste Interessengruppen miteinander zu vernetzen. Dass es enge Verbindungen zwischen Naturschutz und Jagd gebe, habe er schon sehr früh vorgelebt. Fritz Ledermann sei ein Mann der Tat. Während andere Naturschützer an Konzepten und Projektierungen arbeiten, greife er lieber zu Schaufel und Pickel und schaffe auf unkomplizierte Weise sichtbare Naturwerte. Bei mehreren Naturschutzprojekten sei der Geehrte massgeblich beteiligt gewesen, er habe sich aber bei der Öffentlichkeitsarbeit stets bescheiden in die zweite Reihe gestellt.

Der VONV-Naturschutzpreis ist ein Wanderpreis. Es ist ein aufgeschnittener und geschliffener Ammonit, der auf einem Holzsockel montiert ist. Fritz Ledermann ist seit 1998 der dreizehnte Preisträger, dessen Name nun auf der Metallplakette eingraviert wird. Er erhalte zudem vom Verband noch ein persönliches Geschenk, das langfristig Freude bereiten solle, führte Meinrad Bärtschi aus. Der Vorstand denke dabei an die Pflanzung eines markanten Baumes, eine Sträuchergruppe oder an eine neu zu bepflanzende Fläche mit Wildstauden.

Im Namen des Stadtrats Laufenburg (Sulz ist ein Ortsteil von Laufenburg) gratulierte Gemeinderätin Astrid Obrist und dankte Fritz Ledermann für seinen Einsatz zum Wohl der Natur und der Gemeinde. Der Stadtrat habe bei einzelnen Projekten auch abweichende Meinungen vertreten, Fritz Ledermann könne jedoch die Leute begeistern und diese von seinen Ideen überzeugen. Der Geehrte zeigte sich überwältigt und zugleich sehr erfreut darüber, dass er diesen Preis habe entgegennehmen dürfen. Freilich würde es noch viele Leute geben, die mit ihm zusammengearbeitet und ebenfalls einen Preis verdient hätten, stellte er fest.

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