Mettauertal
Ehemalige Gemeindekanzlei Wil: Hier sollen zwei Sozialwohungen entstehen

Bisher hatte die Gemeinde Mettauertal Mühe den Raum in der ehemaligen Gemeindekanzlei zu vermieten. Nun liegt das Baugesuch für zwei Sozialwohnungen darin auf.

Clara Rohr-Willers
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Das Baugesuch für zwei Sozialwohnungen in der ehemaligen Wiler Gemeindekanzlei liegt auf.

Das Baugesuch für zwei Sozialwohnungen in der ehemaligen Wiler Gemeindekanzlei liegt auf.

Marc Fischer

Die Gemeindekanzlei von Wil, seit zehn Jahren zur Gemeinde Mettauertal gehörend, steht schon lange zur Vermietung. Nun möchte die Gemeinde, Besitzerin des Gebäudes, die oberen Stockwerke für zwei Sozialwohnungen umbauen.

An der Gemeindeversammlung vom 20. November 2019 wurde der Kredit von 190 000 Franken bewilligt. Das Baugesuch liegt zwischen dem 31. Januar und dem 2. März während der Bürostunden in der Gemeindeverwaltung Mettauertal auf.

Die Investition rechnet sich mittelfristig

«In den letzten 10 Jahren hatten wir Schwierigkeiten, die Räumlichkeiten in der ehemaligen Gemeindekanzlei weiter zu vermieten», erklärt Gemeinderat Oliver Kalt. Nie Option sei ein Verkauf des Gebäudes gewesen. «Der Umbau hat insofern Bedeutung, als dass wir die vom Kanton vorgegebene Aufgabe, Flüchtlinge aufzunehmen, erfüllen», sagt Kalt.

Bis jetzt habe die Gemeinde für die Flüchtlinge zwei Wohnungen in einem Bauernhaus gemietet. Die Nutzung des Dachstocks und des Obergeschosses für Flüchtlinge sei eine Lösung für die nächsten 10 bis 15 Jahren.

Ziel sei es, bis zum Sommer in der mittleren Wohnung eine Küche und eine Dusche einzubauen, damit die erste Familie einziehen könne. Im Dachgeschoss sei bis Mitte Jahr noch eine Spielgruppe untergebracht. «Ab dem 1. Juli werden wir den Dachstock während ungefähr eineinhalb Monaten für eine zweite Flüchtlingsfamilie umbauen», schildert Oliver Kalt.

Ein Zimmer soll für die kurzfristige Unterbringung von notbedürftigen Personen genutzt werden und das Erdgeschoss, das schon seit dem Umzug der Gemeindeverwaltung leer steht, bleibe frei. «Die Gemeinde kann sich vorstellen, ihn an das kleine Gewerbe, an Büros wie zum Beispiel eine Versicherung oder auch an ein Massage-Studio zu vermieten», sagt Oliver Kalt.

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