Wind-Energie
EGL investiert in Windpark in der Nordsee

Die Elektrizitäts-Gesellschaft Laufenburg hat sich mit 24 Prozent an einem Offshore-Windpark in den deutschen Nordsee beteiligt.

Walter Christen
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Windpark

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Keystone

Die Elektrizitäts-Gesellschaft Laufenburg (EGL) zählt zu jenen Unternehmen, die den Namen der schönen Stadt am Rhein über die Region hinaus in die ganze Schweiz und in viele Länder Europas getragen hat und auch weiterhin tragen wird. Denn aus dem Geschäftsbericht 2009/2010 geht hervor, dass die EGL in Windenergie investiert und sich mit 24,1 Prozent am Projekt des Offshore-Windparks Global Tech I in der deutschen Nordsee engagiert und eine Beteiligung in der Höhe von 46 Prozent am Windpark La Peñuca in Nordspanien erwirbt.

Der internationale Energiehandel

Die Kernkompetenz der Elektrizitäts-Gesellschaft Laufenburg ist der internationale Energiehandel über die Grenzen von Märkten und Commodities hinweg. Die EGL unterstützt und optimiert ihre Handelstätigkeit mit eigenen Strom- und Erdgas-Assets. Das Handelsgeschäft der Unternehmung ist europaweit dezentral in verschiedenen Marktregionen organisiert. Die Mitarbeitenden besitzen daher fundierte Kenntnisse der jeweiligen nationalen und regionalen Energiemärkte und können die Bedürfnisse von Kunden unmittelbar aufnehmen.

Ein Überangebot, gepaart mit sinkender Nachfrage, führt zu einer Entkopplung von Öl- und Erdgaspreisen und zu teilweise negativen Vertriebsmargen im Erdgasgeschäft, schreibt die EGL in ihrem neusten Geschäftsbericht. Dank eigener Produktionsanlagen und Bezugsverträgen hat die EGL Zugriff auf insgesamt 2700 Megawatt (MW) installierte Leistung und verzeichnete 2009/2010 einen Bezug von total rund 12 Milliarden Kilowatt (kWh) Strom.

«Zu Beginn des Geschäftsjahres wirkte die Wirtschaftskrise in Form von deutlich geringerer Nachfrage nach Energie und entsprechend tiefen Preisen nach. Mit Blick auf den Kurs der EGL-Aktie bedeutet dies einen Einbruch um 35,5 Prozent im Laufe des Geschäftsjahrs 2009/2010. Der Aktienkurs der meisten Energieunternehmen ist deutlich gesunken, wie die durchschnittlichen Preise für Strom in Europa. Die Folge sind der Wertverlust an Produktionskapazitäten und damit der Energieunternehmen, die über sie verfügen», so EGL-Verwaltungsratspräsident Heinz Karrer im Geschäftsbericht.

Die Bruttomarge der EGL fiel deutlich auf 648,8 (Vorjahr: 810,4) Millionen Franken. Das Unternehmensergebnis ging um 86,4 Prozent auf 25,3 (Vorjahr: 186,7) Millionen Franken zurück.