Ein Hauch von Automobilgeschichte lag am Wochenende in Bad Säckingen in der Luft. 155 Teilnehmer konnten zur Eggberg Klassik 2017 in der Trompeterstadt zur «Gleichmässigkeitsprüfung für historische Fahrzeuge» begrüsst werden. Platzierungen sollten jedoch zweitrangig bleiben. Handelt es sich bei der Eggberg Klassik doch vielmehr um ein buntes Treffen, das bei Freunden historischer Automobile die Herzen höherschlagen lässt.

Angesichts der hohen Teilnehmerzahl sowie der guten Besucherresonanz scheint sich die Eggberg Klassik inzwischen voll etabliert zu haben. Nach einer Besichtigungsfahrt auf der 4,2 Kilometer langen Strecke erfolgt ein Lauf zur Ermittlung einer Sollzeit. In den vier folgenden Wertungsläufen versuchen die Fahrer, möglichst nahe an ihre vorgelegte Sollzeit heranzufahren.

Nostalgiker, die dem «Wettrenncharakter» des früheren Eggbergrennens noch etwas nachtrauern, dürfen sich mehr als entschädigt fühlen. Trotz angekündigter Gleichmässigkeitsprüfung kann von Sonntagsfahrerei am Eggberg keine Rede sein. Die bunte Palette an Formel-, Rennsport, GT- und Tourenwagen sorgt dafür, dass ganz gehörig Gas gegeben wird.

Ein Oldtimer mit 800 PS

Die Eggberg Klassik besticht darüber hinaus besonders durch eine enorme Bandbreite an Fahrzeugen der älteren und jüngeren Automobilgeschichte, die von aufgemotzten italienischen Espressomaschinen (FIAT 600) bis zu einem liebevoll «Monster» genannten, über 800 PS starken Gaggenau Rolls Typ 27 mit Flugzeugmotor reicht. Ganz und gar elegant gaben sich die edlen Jaguars. Für die sportlich-spritzige Note sorgten Renault Alpines, Ferraris und Alpha Romeos. Ein wahrer Augenschmaus waren die rar gesäten Oldtimer der Marken Jaguar, Citroen, Fiat, BMW, Ford, Lagonda oder Wolseley aus der Produktion vor 1945.

Längst nicht alle der 200 Anmeldungen hätten berücksichtigt werden können, erklärt Joachim Stricker vom Automobilclub. Dank der rund 150 Helfer und der guten Zusammenarbeit mit Behörden und Stadtverwaltung sei die Ausrichtung sehr gut über die Bühne gegangen, so Stricker.