Der Region zwischen Jura und Rhein, dem Fricktal, wurde schon vor Jahren eine gute Zukunft vorausgesagt, was die wirtschaftliche Entwicklung anbelangt. Dies bestätigt unter anderem auch die aktuelle Wirtschaftsstudie Nordwestschweiz 2010/2011, die in diesen Tagen erschienen ist.

Der Wirtschaftsraum Nordwestschweiz umfasst auf der nördlichen Seite der Jurakette die aargauischen Bezirke Laufenburg und Rheinfelden, die Kantone Basel-Stadt, Basel-Landschaft und die solothurnischen Bezirke Thierstein und Dorneck. Trotz vielfältigen politischen Grenzen bildet dieser Raum eine wirtschaftliche Einheit, welche dadurch definiert ist, dass die dort Beschäftigten - mit Ausnahme der zahlreichen Grenzgänger - auch überwiegend in der Region wohnen.

Mehr Arbeitsplätze und Einwohner

Interessant ist das Ergebnis der umfangreichen Untersuchungen und Erhebungen in der Region bezüglich der Verteilung der Wertschöpfung. Das Fricktal wächst wirtschaftlich gesehen weiterhin am dynamischsten. Die beiden Aargauer Rheinbezirke vergrössern sowohl ihren Anteil an den Arbeitsplätzen als auch an der Bevölkerung.

Das Fricktal, insbesondere der Bezirk Laufenburg, verzeichnet eine weit stärkere Bevölkerungszunahme als die Agglomeration Basel oder die Nordwestschweiz insgesamt, nämlich plus 3,8 Prozent 2009/2010. In absoluten Zahlen sieht das so aus: Bevölkerung in der Nordwestschweiz 570 900 Personen, davon 12,6 Prozent oder 72 100 im Fricktal. 5,8 Prozent oder 33 400 Bewohner entfallen auf Thierstein/Dorneck. Am bevölkerungsreichsten in der Nordwestschweiz ist Basel-Landschaft mit 48,2 Prozent (274 900 Personen). Es folgt Basel-Stadt mit 33,4 Prozent, was 190 500 Einwohnerinnen und Einwohnern entspricht.

26 600 Vollzeitstellen im Fricktal

Bei 281 800 Vollzeitarbeitsplätzen weist die Wirtschaftsstudie Nordwestschweiz, erschienen in der Schriftenreihe der Regio Basiliensis, für das Jahr 2010 einen Anteil von 9,5 Prozent für das Fricktal aus: 26 600 Arbeitsplätze. Thierstein/Dorneck fallen mit 2,8 Prozent oder 7800 Arbeitsplätzen viel weniger stark ins Gewicht. Leader ist Basel-Stadt mit einem Angebot an 137 400 Vollzeitstellen (48,9 Prozent), während schliesslich im Kanton Basel-Landschaft die rund 109 300 Arbeitsplätze einen Anteil von 38,8 Prozent ausmachen.

Eine beachtliche Wertschöpfung

Bei der Wertschöpfung steht das Fricktal in der Nordwestschweiz nicht etwa an letzter Stelle, sondern erreicht mit einem Anteil von fast 10 Prozent am regionalen Sozialprodukt einen beachtlichen Wert: 9,6 Prozent sind es genau, während hier Thierstein/Dorneck 2,1 Prozent verzeichnen, Basel-Stadt 52,4 und Basel-Landschaft 35,9 Prozent.

In der Wirtschaftsstudie Nordwestschweiz wird weiter festgehalten, dass bei der Verteilung der Wertschöpfung auf die verschiedenen Anspruchsgruppen den Unternehmen im Jahr 2010 wieder etwas mehr verblieb als im Vorjahr. Dies wird als weiteres Zeichen für die Verbesserung der wirtschaftlichen Situation in der Nordwestschweiz erachtet.