Eine im Gemeinderat des badischen Laufenburgs vorgestellte Machbarkeitsstudie beziffert die Kosten des Projekts auf 2,6 Millionen Euro. Davon würden 2,2 Millionen auf die deutsche und 0,4 Millionen auf die Schweizer Seite entfallen. Um in den Genuss möglicher Zuschüsse aus dem EU-Programm Interreg zu kommen, wird noch diesen Monat beim zuständigen Interreg-Regionalbüro eine Projektskizze eingereicht. Ein förmlicher Antrag könnte im Frühjahr 2017 folgen. Bei einer Aufnahme der «Laufenburger 8» ins InterregProgramm könnte eine etappenweise Realisierung 2019 bis 2021 erfolgen.

Sowohl Bürgermeister Ulrich Krieger wie auch Stadtammann Herbert Weiss machten sich für die «8» stark. Sie versprechen sich davon Impulse für den Tourismus und eine Erhöhung des Naherholungswerts. «Die Strecke ist einmalig, weil man hier innerhalb kürzester zeit dreimal den Rhein kreuzen kann», sagte Krieger. Weiss erklärte, dass der Gemeinderat «sehr positiv» zu dem Projekt stehe: «Wir sind dabei, die Altstadt neu zu positionieren und neues Leben in sie zu bringen. Dazu passt ein solches Projekt.» Ein weiterer Effekt der «Laufenburger8» soll die bessere fussläufige Anbindung der Altstadt an den Laufenpark sein. Dies soll erreicht werden durch einen Fussgängeraufzug am Rheinufer. Auf Schweizer Seite ist ebenfalls ein Fussgängeraufzug geplant, beim Seniorenheim Roter Löwen hinab zum Rheinuferweg.

Zustimmung auf deutscher Seite

Der Gemeinderat von badisch Laufenburg begrüsste das Gesamtvorhaben einstimmig und beauftragte die Stadtverwaltung, beim Interreg-Büro eine Projektskizze einzureichen. Dies ist die Voraussetzung, um später einen Antrag stellen zu können.

Förderfähige Interreg-Projekte werden von der EU in der Regel mit 60 Prozent der Gesamtkosten bezuschusst, sodass bei einer Aufnahme für Laufenburg/D ein Eigenanteil von 860 000 Euro verbliebe, die Schweiz bezuschusst mit 30 bis 50 Prozent.

In der Aussprache sprachen sich Stadträte aller Fraktionen für das Projekt aus. Maria Theresia Rist (CDU) erinnerte daran, dass beide Laufenburg Ende der 1990er-Jahre schon einmal von Interreg profitiert hätten. Damals war mit EU-Mitteln die Zusammenarbeit im Tourismus und im Kulturbereich auf den Weg gebracht worden.

Robert Terbeck (SPD) und Manfred Ebner (FW) schlugen vor, den bereits bestehenden Weg am deutschen Ufer im Bereich des Gasthauses Hähnle barrierefrei an die Altstadt anzubinden – über einen Steg unter der Laufenbrücke oder einen Aufzug. Bernhard Gerteis (FW) brachte als kostengünstigere Alternative zur Wegführung zwischen Codman-Anlage und Kraftwerk die Bahnhof- und Zimmermannstrasse ins Gespräch.