Aus der Fusion im Mittleren Fricktal wird vermutlich nichts: Zwar haben die drei Gemeinden Mumpf, Obermumpf und Schupfart am  Freitagabend dem Zusammenschluss überraschend klar zugestimmt – in den drei Gemeinden lag der Ja-Stimmenanteil zwischen 63 und 82 Prozent –, gleichzeitig lehnte aber Stein den Zusammenschluss ebensodeutlich ab: Von den 302 anwesenden Stimmberechtigten sprachen sich 220 gegen die Fusion aus und nur 81 stimmten für den Zusammenschluss.

Zwar wurde in Stein das Quorum (das sind 20 Prozent der Stimmberechtigten) nicht erreicht und deshalb kann gegen den Entscheid das fakultative Referendum ergriffen werden. Ob dies der Fall sein wird, ist jedoch unklar. Der Steiner Gemeindeammann Hansueli Bühler hält es angesichts der Ablehnung im Verhältnis von 3:1 für «sehr schwierig».

«Die Projektleitung akzeptiert diese Entscheide, ist aber enttäuscht über dieses Ergebnis», schreibt die Projektleitung in einer Medienmitteilung. Sollte das Referendum nicht ergriffen werden, ist die Urnenabstimmung am 22. November hinfällig. (twe)