Es ist dies nach Magden innerhalb einer Woche das zweite Reservat für Eichen, welches in der Region vertraglich gesichert werden kann. Die Gemeinden Wölflinswil, Herznach, Oberhof, Ueken und der Staat Aargau bewirtschaften den Wald gemeinsam. Die Zusammenarbeit zwischen den Partnern ist mit einem Vertrag geregelt. Die Ortsbürgergemeinde Wölflinswil stellt den Kopfbetrieb des Forstbetriebs dar.

Das gestern Freitag besiegelte Eichenwaldreservat befindet sich im Wald der Ortsbürgergemeinden von Wölflinswil (24,5 und 2,9 Hektaren im Gebiet Junkholz), Ueken (19,1 Hektaren im Gebiet Halbegschneid) und Herznach (2 Hektaren im Gebiet Ihegli). Insgesamt ist somit eine Fläche von 48,5 Hektaren als Reservat ausgeschieden worden.

So sollen die Eichen überdauern

Der Wölflinswiler Vizeammann Gebi Maier hiess die Gemeindedelegationen und den Leiter der Abteilung Wald, Kantonsoberförster Alain Morier, beim Werkhof des Forstbetriebs willkommen und wies auf die grosse Bedeutung des Eichenwaldreservats hin. Während des anschliessenden Behördenwaldumgangs erläuterte der zuständige Förster, Werner Habermacher aus Wölflinswil, in jedem der erwähnten Reservatsgebiete an einem ausgewählten Standort die Besonderheiten, ergänzt durch Ausführungen des neuen Leiters des Forstkreises Jura-Fricktal und Angaben von Kantonsoberförster Alain Morier. Dabei hielt Förster Habermacher, der den Wald vor 34 Jahren angetreten hat, fest: «Der Wald hat einen Hintergrund, eine Geschichte, die wir verstehen müssen.»

Vertragsunterzeichnung fürs Eichenwaldreservat Wölflinswil-Ueken-Herznach

Vertragsunterzeichnung fürs Eichenwaldreservat Wölflinswil-Ueken-Herznach

Damit die Eichen überdauern, verpflichteten sich nun die Gemeinden als Waldeigentümerinnen, im gesamten Reservat permanent mindestens 660 Eichen mit einem Brusthöhendurchmesser von über 40 Zentimetern für die Dauer von 50 Jahren zu erhalten. Es dürfen in diesem Vertragszeitraum total 250 der inventarisierten Eichen mit den entsprechenden Massen genutzt werden, das sind durchschnittlich 5 Bäume pro Jahr. Langfristig soll der gesamte Perimeter aus Eichenwald mit einem Anteil von über 30 Prozent bestehen.