Magden
Drei Fricktaler testen die längste Rutschbahn der Schweiz

Mit einer Länge von 180 Metern steht in Magden die längste Rutschbahn der Schweiz. Drei Fricktaler wagen den Versuch und testen wie man am schnellsten ins Ziel gelangt.

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Nur die wenigsten trauen sich, die 180 Meter lange Rutschbahn von ganz oben zu bezwingen. Drei Fricktaler wollen es genau wissen und unterziehen sich einem Geschwindigkeitstest, wie Tele M1 berichtet.

Roman Huber aus Magden gibt sich zuversichtlich: «Ich habe keine Taktik, einfach nur Gring abe u sekkle». Konkurrent Alain Montanton aus Kaiseraugst geht dabei schon überlegter an die Sache ran: «Ich rutsche mit der Drei-Punkt-Taktik. Dabei dienen Ferse, Steissbein und Schulterblätter als Auflagefläche. So ist man am schnellsten.» Philipp Zurbuchen aus Magden glaubt indes an den Heimvorteil: «Ich gewinne das Battle weil ich aus Magden bin und die Magder alles geili Sieche sind.»

Muffensausen vor der Fahrt

Trotz den Kampfansagen ist den Dreien nicht mehr ganz so wohl, als sie am Start der 180 Meter langen Rutschbahn stehen. Alain Montanton gibt zu, dass er schon nervös sei und nicht wisse, was ihn genau erwarte. Auch Roman Huber gesteht ein, ein wenig Muffensausen zu haben. «Aber das kommt schon gut. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt», lautet sein Motto.

Die selbst gebaute Rutschbahn wird bereits zum sechsten Mal vom Verein Aktive Freizeit Magden organisiert. Vereinspräsident Diego Stalder gibt Tipps, wie man die Rutsche am schnellsten bezwingt: «Die Fläche der Badehose sollte möglichst klein sein, weil der Stoff bremst. Zudem ist Körperspannung ganz zentral.»

Rutschpartie hinterlässt rote Rücken

Die Fricktaler haben drei Rutschversuche. Die letzte Fahrt wird jeweils mit einer Laserpistole gemessen. Bereits die roten Rücken zeigen, dass sich die Konkurrenten nichts schenkten. Gespannt warten sie auf die Resultate.

Am Ende des feuchtfröhlichen Spektakels steht fest, dass es sich ausbezahlt hat, keine Taktik zu haben. Mit 60 km/h erreichte Roman Huber die höchste Geschwindigkeit. Philippe Zurbuchen landet mit knappen 58 km/h auf Rang zwei: «Es sind die kleinen Details, die den Unterschied machen. Kaum schlägt man ein, zwei Mal auf der Seite an, bremst das ungemein.»

Die drei Fricktaler stossen nach dem anstrengenden Geschwindigkeitstest auf ihren Erfolg an. Mit einem kühlen Bier stärken sie sich für weitere Rutschpartien.