Viele junge Menschen träumen davon, einmal alles hinter sich zu lassen. Einfach mal ausbrechen aus dem monotonen Alltag und das Leben geniessen. Einfach leben. Nach mehreren Monaten im Militär ist dieser Wunsch umso grösser, der Wunsch nach Freiheit und Unabhängigkeit.

Für Patrick Fuchs (Hornussen), Gregor Fischer (Möriken) und Tobias Naef (Möriken) ist dieser Traum in Erfüllung gegangen, und zwar in Form einer zweimonatigen Veloreise ans Nordkap.

Ein weiter Weg, der viele Entbehrungen, aber auch viele unvergessliche und schöne Momente mit sich brachte. Die rund 4200 Kilometer lange Strecke führte durch Deutschland, Schweden, Finnland und Norwegen.

Die Ferien auf dem Fahrrad zu verbringen, ist nicht jedermanns Traum. Für die drei Aargauer jedoch schon. Sie finden Strandferien, Luxushotels und 08.15-Ferien langweilig, ihre Faszination gehört Abenteuerreisen.

100 Kilometer pro Tag

Mit dem Velo schnell einkaufen gehen oder ein kleiner Bikeausflug machen, kein Problem. Doch ist es möglich, mit dem Velo Tausende Kilometer in die Ferien zu verreisen? «Ja», sagen Tobias Naef (Möriken), Gregor Fischer (Möriken) und Patrick Fuchs (Hornussen) und machten sich vor rund zwei Monaten auf die Reise zum nördlichsten Punkt Europas.

Es war nicht immer einfach. Einige Pannen, Mücken, Gegenwind und extreme Temperaturen von knapp über dem Nullpunkt bis 30 Grad Celsius erschwerten es, die üblichen 100 Tageskilometer immer einzuhalten. In ihre vier Velotaschen hatten sie nur das Nötigste gepackt, um das Gewicht niedrig zu halten.

Skandinavien hat landschaftlich einiges zu bieten. So kamen sie an unzähligen schönen Seen, Wäldern und Mooren vorbei. Aber auch Städte wie Hamburg, Stockholm, Lulea und Narvik hatten ihren Reiz. Übernachtet wurde meistens im Zelt, wobei auch Jugendherbergen während Regenperioden gern gesehen waren.

Wenn sie nicht gerade mit dem Fahrrad unterwegs waren, so übten sich die drei Aargauer im Fischen, Gitarre spielen oder unternahmen eine Kajaktour durch die Fjorde Norwegens.

Die Drei sind sich einig: es war eine ihrer schönsten Ferien, auf jeden Fall eine einmalige und abenteuerreiche Reise, und bestimmt war es auch nicht ihre letzte Reise mit dem Fahrrad. (pf)