Stein/Bad Säckingen

Dramatische Rettung im Rhein: Jugendlicher klammerte sich verzweifelt an Brückenpfeiler fest

Ein Boot der Feuerwehr.

Ein Boot der Feuerwehr.

Ein 16-jähriger Schweizer konnte sich am Samstagabend mit letzter Kraft gerade noch an der Holzbrücke festklammern, bevor er abgetrieben wäre. Die Feuerwehr rettete ihn.

Am Samstag gegen 18.30 Uhr wurde gemeldet, dass sich ein Jugendlicher in äusserster Notlage am Pfeiler der Holzbrücke im Rhein festklammere. «Wäre er von der Strömung erfasst und abgetrieben worden, hätte er dies aufgrund seines sehr geschwächten Zustands wohl nicht überlebt», so der Bad Säckinger Feuerwehrkommandant Tobias Förster.

Beim Einsatz waren neben der deutschen und Schweizer Polizei, Feuerwehren aus Bad Säckingen und Wehr und weitere Hilfskräfte vor Ort. Da in Bad Säckingen das Brückenfest stattfand, bekamen viele Menschen den Einsatz mit und liefen zum Rheinufer, wo sie den 16-jährigen Schweizer sahen, der sich verzweifelt am dritten Brückenpfeiler von Stein aus gesehen festklammerte – und zwar unterhalb des Pfeilers in Strömungsrichtung des Rheins. Dies kostete ihn viel Kraft. Rund 20 Minuten befand sich der Jugendliche nach Angaben der Aargauer Kantonspolizei bereits in seiner misslichen Lage.

Unterkühlt ins Spital

Die Bad Säckinger Feuerwehr war nach der Alarmierung schnell mit ihrem Schlauchboot vor Ort, warf dem Jugendlichen einen Rettungsring zu und konnte ihn schliesslich ins Boot ziehen. Mit dem Rettungsdienst wurde der 16-Jährige wegen seiner Unterkühlung in ein Spital gefahren. Ob der Jugendliche von der Rheinbrücke in Wasser gesprungen ist – der Pfeiler, an dem er sich festklammerte, hat nach Aussage von Feuerwehrkommandant Tobias Förster ein Podest – oder ob er im Rhein geschwommen ist und möglicherweise wegen der starken Strömung in die Notlage in Rheinmitte gekommen ist, konnten weder die Polizei noch Tobias Förster sagen.

Immer wieder kommt es vor, dass vor allem Jugendliche von der Rheinbrücke ins Wasser springen, um Abkühlung zu suchen – und auch, um mit dem Sprung einen besonderen «Kick» zu haben. Passanten, die vor den Rettungskräften vor Ort waren, haben in der Nähe vergebens nach einem Rettungsring gesucht. «Unseres Wissens sind auf der Holzbrücke keine Rettungsmittel vorhanden», bemerkte Tobias Förster dazu.

Die Polizeibilder vom Juni:

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