Rheinfelden
Dorfidentität: Die deutsche Seite zeigt, wie es geht

Das Behördentreffen beschäftigt sich mit der Stadtentwicklung – und mit der Fusion im mittleren Fricktal.

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Das Behördentreffen in der Trinkhalle des Kulturzentrums Kurbrunnen. ach

Das Behördentreffen in der Trinkhalle des Kulturzentrums Kurbrunnen. ach

Das grenzüberschreitende Behördentreffen beider Städte Rheinfelden offenbart immer wieder neue Erkenntnisse. Diesmal waren die Delegationen vorwiegend im Badischen unterwegs und interessierten sich für die Stadtteile Nordschwaben und Karsau.

Den Abschluss gab es dann im Kurbrunnensaal auf der Schweizer Seite, wo die Ausstellung «Kunst Lokal» das Interesse der Gemeinderäte und Verwaltungsmitarbeitenden weckte. Es zeigte sich, dass Kuratorin Ruth Loibl und Michelle Geser, Projektleiterin Kultur im Schweizer Rathaus, eine attraktive Plattform für Kulturschaffende realisiert hatten.

Vorab beschäftigten sich die Delegationen allerdings mit Stadtentwicklung. Wobei immer wieder zum Ausdruck kam, dass ehrenamtliches Engagement das Leben im kleinen Nordschwaben mit rund 300 Einwohnern und im zweitgrössten Rheinfelder Stadtteil Karsau mit etwa 3500 Einwohnern bereichert. 40 Jahre nach der Gemeindefusion garantieren Vereine, dass es dörfliche Identität gibt und Brauchtum und Kultur gepflegt werden.

Wink mit dem Zaunpfahl

Rheinfeldens Stadtschreiber Roger Erdin zeigte sich im Gespräch mit der az beeindruckt: «Dieses feststellbare Gefühl der Zugehörigkeit ist für mich vergleichbar mit der Kultur in unseren bis heute selbstständigen Dörfern. Man darf deshalb annehmen, dass das für das Leben in einer Gemeinde so wichtige und Identität stiftende kulturelle Leben nicht darunter leidet, wenn die verwaltungsorganisatorischen Strukturen zusammengeführt werden.» Ein Wink mit dem Zaunpfahl in Richtung mittleres Fricktal. (ach)

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