«Ideen brauchen nicht nur Flügel, sondern auch ein Fahrgestell.» Mit dieser alten Weisheit hatte der ehemalige «Krone»-Wirt Karl Schmid 1988 im Editorial der ersten Ausgabe die Motivation für die Gründung der Dorfchronik «Adlerauge» in Wittnau erklärt.

Die beiden Adler im Logo sind dem Dorfwappen entflogen und zieren seither jedes Heft. Das Wissen über Wittnauer Geschichten aus der Vergangenheit und der Gegenwart sollte nicht in den Köpfen und Schubladen der Bewohner bleiben, sondern durch die Dorfchronik auch für die Zukunft erhalten bleiben.

Die Themen sind den Machern nie ausgegangen und so kann das elfköpfige Redaktionsteam nun die dreissigste Ausgabe mit der Jahrzahl 2017 präsentieren. Die aktuelle Ausgabe ist geprägt von zwei Porträts von Mitbürgern, die Martha Liechti verfasst hat. Sie hat den ersten Biobauern in Wittnau und grossen Hobby-Musikanten, Beat Liechti, interviewt.

Intensive Nachforschungen

Silvia Bopp-Czernecki hat die Lebensgeschichte ihres Vaters erforscht. Er ist als Internierter nach dem Zweiten Weltkrieg in den Aargau gekommen und hat hier eine Schweizerin geheiratet.

Seiner Familie hat er kaum etwas über Polen und die Internierung in der Schweiz erzählt. Zurück in sein Heimatland konnte er nicht mehr. Ihre intensiven Nachforschungen nach seinem Tod haben Silvia Bopp auch nach Polen geführt.

Christoph Benz hat zufällig auf dem Estrich des Gemeindehauses Statuten und ein Protokoll des «Friedensvereins Wittnau» gefunden. Das hat sein Interesse geweckt. Seine Nachforschungen haben ihn in viele Archive im In- und Ausland geführt.

Dort hat er erfahren, dass es im 19. Jahrhundert in der Schweiz und in Deutschland einige solcher Friedensvereine gegeben hat. Sie hatten den Zweck, Streitigkeiten rasch und unkompliziert zu schlichten und unnötige Gerichtskosten einzusparen.

Im neuen Heft findet man auch Berichte über eine neue Trockenmauer aus Steinen des römischen Gutshofes von Wittnau, den Tag der Sonne, die Feuerwehrendprobe und die Mehrfamilienhäuser der Wohnbaugenossenschaft Wittnau.

Ein spezielles Open- Air-Festival fand im letzten Sommer statt und eine junge Frau aus Basel hat auf dem Homberg eine Selbsterfahrungs-Woche verbracht. Die Vereine und die Pfarrei berichten über viele Aktivitäten. Natürlich fehlen auch die Bilder des Fasnachtsfeuers 2017 nicht.

Die aktuelle Ausgabe ist ab sofort im Gasthof Krone, im Volg und bei Monika Müller, Schulstrasse 8, erhältlich. (AZ)