Nein, die Rauchschwaden, die am Freitagmorgen im Mettauertaler Ortsteil Wil vis à vis der Bäckerei von Lukas Weber so manch Passanten zum Hüsteln brachten, rührten definitiv noch nicht von der im Dorf geplanten Köhlerei her. Und doch hatte der kleine qualmende Grill mit der erst am 25. August bis 21. September 2014 stattfindenden Köhlerei im Ortsteil Wil zu tun.

Wurden auf ihm doch die Würste – notabene Köhlerwürste von der Wiler Metzgerei von Willi und Priska Neuhaus – gebraten, die im Anschluss des in lockerer Runde vorgestellten Köhlerbrotes offeriert wurden. Selbstredend, dass es dazu auch noch ein kühles, dunkles Köhlerbier gab – vom Hottwiler Hobbyverein Flösserbräu kreiert und gebraut.

Und Bier, vielmehr ein Überbleibsel bei dessen Herstellung, dem sogenannten Treber, ist auch in kleinen Mengen Bestandteil des von Lukas Weber am Freitagmorgen ofenfrisch präsentierten Brotes. Treber sind Rückstände des Malzes. Es verleiht dem neuen Köhlerbrot die dunkle Farbe wie auch der zurückhaltende, leicht süsse Geschmack.

Viele helfen mit

«Mit der Taufe des Köhlerbrotes setzen wir einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zur Holzköhlerei im nächsten Jahr», freute sich André Schraner, OK-Präsident der Mettauertaler Köhlerei 2014. Schraner erklärte mit grosser Zufriedenheit, dass sich bereits heute sehr viele Leute mit Tatkraft und innovativen Ideen für das Fest im kommenden Jahr einsetzen. Damit auch unterstützen, dass ein altes, wie der Redner betonte betonte, wunderbares Handwerk in einem gesellig-festlichen Rahmen gezeigt werden kann.

Meiler aus 100 Ster Holz

Ebenfalls an der Köhlerbrottaufe anwesend war die Entlebucher Köhlerfachfrau Doris Wicki. Sie wird den aus rund 100 Ster Holz errichteten Meiler in den August- und Septemberwochen 2014 rund um die Uhr betreuen, dafür sorgen, dass am Schluss viel gute Kohle übrig bleibt.

Übrig geblieben und sicher auch Motivation für eine erneute Köhlerei, sind nebst einigen Säcken Kohle die guten Erinnerungen an die Holzköhlerei 2004 im damals noch eigenständigen Wil, heute Ortsteil von Mettauertal. Bäcker Lukas Weber erinnert sich, dass damals 1600 Kilogramm Brote, 760 Gipfeli, 1840 Köhlerschnitten und 170 Köhlertorten mit insgesamt 2040 Stücken verzehrt wurden. Das gute Zusammenspiel, die Einsatzbereitschaft und die innovativen Ideen zahlreicher Personen im Tal versprechen schon heute ein geselliges wie auch informatives Holzköhlerfest Mettauertal.