Kaiseraugst

Doppelsieg für Fricktaler Unihockey-Junioren – und das ohne ohne Doping

Auf dem Spielfeld ging es oft spektakulär zu und her. Ruedi Burkhart

Auf dem Spielfeld ging es oft spektakulär zu und her. Ruedi Burkhart

Nach dem Cup-Highlight der 1. Mannschaft stand bei den Fricktaler Unihockeyanern am Sonntag der Nachwuchs im Fokus. In der Liebrütihalle gings bei der U16-Doppelrunde hoch her.

«Achtung: Es können Dopingkontrollen durchgeführt werden.» Die Ansage von Swiss Unihockey auf den offiziellen Aufgeboten zum gestrigen Spieltag der U16C-Junioren war klar und deutlich. Aber ein wenig übertrieben. Ist doch die Chance, bei 14-, 15-jährigen Sportlern leistungssteigernde oder andere verbotene Mittel zu finden, verschwindend klein.

Auch ohne Chemie im Blut begeisterten die zehn Mannschaften aus den Regionen Aargau und Zürich die Zuschauer. Resultatmässig war alles vorhanden. Von einem diskussionslosen 10:4-Sieg der Fricktaler gegen Innebandy Zürich bis hin zu Aaraus hart erkämpftem 5:3-Erfolg im Spitzenspiel gegen GC.

Organisatorisch top

Als Organisator des Spieltags zeichnete Unihockey Fricktal verantwortlich. Mitten drin: Markus Schneider. Der Trainer der Fricktaler U16-Junioren ist ein alter Fuchs im Metier und seit knapp zwei Jahrzehnten dabei. Er weiss, wie der Hase läuft. Während zwei seiner Spieler unten in der Halle am Zeitnehmertisch sitzen und die Partie zwischen Basel Regio und Baden-Birmenstorf betreuen, plaudert Schneider draussen an der herrlichen Herbstsonne ein wenig aus dem Nähkästchen. «Wir bei Unihockey Fricktal haben drei Standorte. Jeder ist für die Organisation seiner Turniere selbst zuständig.» Doch auch hier gilt: keine Regel ohne Ausnahme. Das «Steiner Team» half gestern im Turnierrestaurant in Kaiseraugst aus. Mit Erfolg, wie ein Selbstversuch zeigte: Die Sandwiches mundeten vorzüglich, die Hot Dogs gingen weg wie warme Weggli. «Wir sind zufrieden mit dem Anlass», durfte Schneider am Abend nach Ende des Zwölf-Stunden-Arbeitstags verkünden.

Organisatorisch sind die Fricktaler also bereits jetzt top. Sportlich läuft es noch nicht allen Nachwuchsteams nach Wunsch. Gestern allerdings gewannen Fricktals U16-Junioren mit der internen Bezeichnung «Stein» ihre beiden Partien gegen Baden-Birmenstorf (4:3) und Innebandy Zürich (10:4). «Wir sind im Nachwuchsbereich noch nicht dort, wo wir einmal sein möchten», so Vereinspräsident Pascal Koch. Man dürfe nicht vergessen, dass es den Verein Unihockey Fricktal erst seit ein paar Monaten gibt. Im Mai schlossen sich der UHC Fricktal Stein und Kaiseraugst zusammen. 170 lizenzierte Nachwuchsakteure spielen seither unter einem Dach.

Fest mit Schönheitsfehler

Die Erinnerungen an den Achtelfinal im Schweizer Cup sind noch frisch. Beherzt stellten sich die Fricktaler 2.-Liga-Unihockeyaner am vorletzten Wochenende NLA-Verein Waldkirch St. Gallen in den Weg und zeigten sich vor 460 Zuschauern trotz einer 0:9-Niederlage von ihrer besten Seite. «Es war ein wunderbares Unihockeyfest», so Vereinspräsident Koch, «mit einem kleinen Schönheitsfehler: Ein Tor hätten wir schon gerne erzielt.» Dies holten die Fricktaler am vergangenen Samstag nach und fegten den bisherigen 2.-Liga-Leader Aargau United gleich mit 6:2 aus der Halle.

Meistgesehen

Artboard 1