Laufenburg
Doch Lichtsignal statt Kreisel

Eine Interessengemeinschaft orientierte über den Strassenausbau. Deren Vertreter fühlen sich vom Kanton nicht einbezogen.

Walter Christen
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Die grösstenteils schnurgerade durch Laufenburg führende Rheintalstrasse ist vollumfänglich auf den Durchgangsverkehr ausgerichtet, der auf dieser Achse absoluten Vorrang geniesst. Wer von einer Seitenstrasse in die Kantonsstrasse einmünden will, hat zusehends Mühe, sich in den Verkehr einzufädeln.

Besonders betroffen sind Anwohner, Geschäftsleute und deren Kunden aus Richtung Schimelrych, dann die Fahrzeuge auf der Kaisterstrasse und der Verkehr bei weiteren Einmündungen. «Es muss dringend etwas geschehen», betonte René Leuenberger, Sprecher der Anwohner und Anstösser der Basler- und Winterthurerstrasse (K130) an einer von rund zwei Dutzend Personen besuchten Orientierung der Interessengemeinschaft (IG) Bäckerei Maier/Kafi-Shop Imhof/Gärtnerei Leuenberger im Saal des Erne-Werkhofs.

Zwar hat die Einwohner-Gemeindeversammlung am 19. Juni 2009 dem Ausbauprojekt der Hauptstrasse zugestimmt, aber: «Der Kanton hat uns Laufenburger nicht einbezogen und ging auf unsere Anliegen nicht ein. Im stillen Kämmerlein wurde geplant und dann hat man uns das Resultat vor die Füsse geworfen. Deshalb hat unsere IG die Initiative ergriffen und selber eine Variante ausgearbeitet», so Leuenberger.

Kreisel für besseren Verkehrsfluss

Die IG sieht die Lösung des Problems beziehungsweise die Sanierung der Kantonsstrasse unter Einbezug von Kreiseln zur Verbesserung des Verkehrsflusses. Ein Ovalkreisel zwischen den Einmündungen Kaisterstrasse und Schimelrych sowie ein Kreisel beim Dreispitz Baslerstrasse-Winterthurerstrasse/Burgmattstrasse würde nach ihrer Meinung zu einer Entflechtung der Verkehrsströme führen. «Dem Kanton ist unser Vorschlag überhaupt nicht genehm.

Kreisel gehen gar nicht, heisst es. Aber Argumente gegen diese Variante hat man uns bis heute keine genannt», so René Leuenberger, der überdies ganz im Sinne der anderen Geschäftsleute sprach und ergänzte: «Statt des geplanten Mittelstreifens, der die beiden Fahrbahnen nur enger und dadurch für alle Verkehrsteilnehmer gefährlicher macht, wären Längsparkplätze im Bereich unserer Geschäfte viel besser. Frick hat das ja auf der Hauptstrasse auch – weshalb das in Laufenburg nicht möglich ist, können wir nicht nachvollziehen.»

«Punktuelle Verbesserung erreicht»

Die IG hat inzwischen ihren Vorschlag überarbeitet und geht nur noch von einem einfachen Kreisel im Bereich Kaisterstrasse/Schimelrych aus. Aber auch der Kanton ist laut Leuenberger nochmals über die Bücher gegangen und hat dem Vernehmen nach entschieden, von Anfang an Rohre und Leitungen für eine Lichtsignalanlage verlegen zu lassen. René Leuenberger: «Somit haben wir eine punktelle Verbesserung erreicht und strecken nun die Waffen – obschon hier eine Ampelanlage nicht die Lösung ist.»