Eiken
Dieses Wohn- und Geschäftshaus ist einzigartig in der Schweiz

Mit dem ersten Minergie-Gemeindehaus in Eiken sorgte Architekt Thomas Bussinger für Aufsehen. Jetzt gibt es in Eiken erneut eine Premiere: Das erste Wohn- und Geschäftshaus der Schweiz, welches zu 100 Prozent mit Solarenergie versorgt wird.

Walter Christen
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Reges Publikumsinteresse an den Tagen der offenen Tür in der Überbauung Zentrum in Eiken. chr

Reges Publikumsinteresse an den Tagen der offenen Tür in der Überbauung Zentrum in Eiken. chr

Die Pläne für die Überbauung Zentrum, die sich optimal ins Ortsbild einfügt, stammen wiederum vom Architekturbüro Thomas Bussinger AG. Das Investitionsvolumen beträgt etwa 13 Millionen Franken.

Arzt/Apotheke: Wunsch erfüllt

Ein lang gehegter Wunsch vieler Eikerinnen und Eiker geht jetzt endlich in Erfüllung: Mitte April eröffnet in der neuen Überbauung Zentrum, hinter dem «Rössli», Monika Mayer ihre eigene Apotheke. Ebenfalls im Parterre richtet Dr. med. Guido Casagrande, bisher in Sisseln, seine neue Arztpraxis ein.

«Es war für uns etwas ganz Spezielles, an dieser Lage im Dorfzentrum von Eiken, ein solches Gebäude realisieren zu dürfen», erwähnte Architekt Thomas Bussinger bei der freien Besichtigung der Überbauung im Rahmen der Tage der offenen Tür am Freitag und Samstag. «Die Attraktivität Eikens als Wohngemeinde erfährt durch diese Überbauung eine weitere Steigerung», so Bussinger.

Die beiden alten und nicht mehr bewohnten Bauernhäuser auf dem Areal hinter dem Gasthaus Rössli, welche der Überbauung weichen mussten, hatte die Ortsbürgergemeinde erworben. Ferner beschlossen die Ortsbürger, für 1,64 Millionen Franken Stockwerkeigentum in der Überbauung Zentrum zu erwerben, namentlich die Gewerberäumlichkeiten, in denen sich Arztpraxis und Apotheke befinden. Dem Baukonsortium gelang es überdies, eine Pensionskasse mit an Bord zu holen, die gleich 12 Wohnungen erwarb.

In der Überbauung mit einer Einstellhalle für 52 Autos befinden sich 29 Eigentumswohnungen, von denen etwa 15 von den Besitzern vermietet werden. Nach lediglich etwa 16 Monaten Bauzeit sind die Wohnungen auch ab Mitte April bezugsbereit. Die verschiedenen Wohnungen, von 11⁄2 bis 6 Zimmern, bieten individuellen Komfort. Dank der Minergie-Bauweise profitieren die Bewohner jeglichen Alters von günstigen Nebenkosten und nutzen den Vorteil modernster Gebäudetechnik, konzipiert von Innoplan, Thomas Scheuzger, Ingenieurbüro USIC, in Schöftland.

Solarzellen und Photovoltaik

160 Quadratmeter Solarkollektoren sorgen auf dem Dach für die Erzeugung von Wärme. Zudem ist eine Photovoltaikanlage (50Quadratmeter) installiert. Herzstück des ersten Wohn- und Geschäftshauses der Schweiz im Minergie-P-Standard ist der 18 Meter hohe Solartank in der Gebäudemitte, der 55000 Liter Wasser zu speichern vermag. Die beheizte Wohnfläche beträgt gut 4100 Quadratmeter. Es wurden 14000 Meter Bodenheizungsrohre verlegt. Sämtliche Fenster weisen eine Dreifachverglasung und Elektrostoren auf.