Frick

Dieser Mann wird neuer Leiter des Alterszentrums «Bruggbach»

Freuen sich auf die Zusammenarbeit: Geschäftsführer Andre Rotzetter (links), der neue Zentrumsleiter Marco Bellafiore und Vereinspräsident Bernhard Horlacher.

Freuen sich auf die Zusammenarbeit: Geschäftsführer Andre Rotzetter (links), der neue Zentrumsleiter Marco Bellafiore und Vereinspräsident Bernhard Horlacher.

Da sich die bisherige Zentrumsleiterin frühpensionieren liess, musste ein neuer Leiter her: Ab 1. März führt Marco Bellafiore «Bruggbach» – es ist sein «Das ist es»-Job.

Das Alterszentrum Bruggbach in Frick hat einen neuen Leiter: Marco Bellafiore wird das Heim ab dem 1. März führen. Die Neubesetzung der Stelle wurde nötig, da sich die bisherige Zentrumsleiterin, Madeleine Dörflinger, im Frühsommer überraschend entschieden hatte, sich mit 59 frühpensionieren zu lassen. Seit ihrem Abgang wird das Heim interimistisch von einem Dreierteam geführt.

«Wir hatten über 60 Bewerbungen», sagt Andre Rotzetter, Geschäftsführer des Vereins für Altersbetreuung im oberen Fricktal (VAOF). Darunter auch «bekannte Namen», also Heimleiter, die bei früheren Heimleiterstellen «aufgefallen» sind, was Bernhard Horlacher an der Medienorientierung zur spitzen Bemerkung veranlasste: «Manchmal ist es besser, man hat als Heimleiter im Markt keinen Namen.»

Eine interne Bewerbung gab es laut Rotzetter nicht. «Wir haben vor der Ausschreibung die Mitarbeitenden in unseren beiden Alterszentren aufgefordert, sich zu melden, falls sie Interesse hätten.» Da sich niemand meldete, ging die Geschäftsleitung auch auf einzelne Mitarbeitende zu. «Uns war wichtig, dass unsere Leute die Chance haben, aufzusteigen.» Besteigen wollte die Leiter dann jedoch niemand.

15 der gut 60 externen Bewerber kamen in die engere Wahl, vier schaute sich der VAOF am Schluss genau an. Der Entscheid fiel «einstimmig», so Rotzetter, auf Bellafiore. Den Ausschlag gab, dass der 54-Jährige, der in Niederrohrdorf lebt und Vater von zwei Töchtern ist, ein kommunikativer Mensch sei, Führungserfahrung mitbringe und, ganz zentral, nicht ein klassischer Manager sei, sondern kooperativ führe.

Kooperativer Führungsstil

«Er nimmt mit seiner Art und seinem Führungsstil die Mitarbeiter mit ins Boot», ist Horlacher überzeugt, und genau das brauche das Alterszentrum. Ein Heim funktioniere nur, wenn alle am gleichen Strang ziehen. «Das Wohl der Bewohner hängt stark vom Wohlfühlen der Mitarbeiter ab», sagt Rotzetter. «Es ist deshalb zentral, dass die Mitarbeiter motiviert und zufrieden sind, denn davon hängt ab, wie gut der Name des Betriebs ist.»

Dieser sei derzeit «sehr gut», sagt Horlacher. Dass es so bleibt, dafür soll Bellafiore sorgen. «Den Stand halten» nennt Rotzetter denn auch eine zentrale Herausforderung für den neuen Zentrumsleiter. Bellafiore weiss: «Es ist immer schwieriger, einen Betrieb zu übernehmen, der gut läuft, als einen, den man hochbringen muss.»

Der 54-Jährige, der aktuell die Abteilung Kommunikation/Qualität am Kantonsspital Baden leitet, erlebte das Alterszentrum bei seinen ersten Besuchen als familiär. Wobei: Mit ihren aktuell 176 Mitarbeitenden ist die Bruggbach-Familie recht gross. In seinem aktuellen Job führt Bellafiore sechs Mitarbeitende. «Ich habe aber auch schon Teams mit über 50 Mitarbeitenden im Pflegebereich geführt», sagt er. Die Stelle bezeichnet er als «Das ist es»-Job. «Als ich die Ausschreibung gelesen haben, wusste ich sofort: Das ist genau das, was ich will.» Weil er hier seine Kommunikations- und Sozialkompetenz direkt einsetzen könne, weil er «zusammen mit den Mitarbeitenden etwas gestalten könne».

Bellafiore sieht denn im neuen Job auch nicht eine Zwischenstation, sondern eine «Endstation»: «Ich hoffe, dass ich den Job bis zu meiner Pension machen kann.» Für einen Umzug ins Fricktal mag die az den neuen Zentrumsleiter dennoch nicht begeistern; die Wurzlen im Raum Baden sind dafür zu stark. Bellafiore ist Aktivmitglied im Turnverein Fislisbach, Rennvelofahrer – und begeisterter Salsa-Tänzer. Olé.

Verwandte Themen:

Autor

Thomas Wehrli

Thomas Wehrli

Meistgesehen

Artboard 1