Frick

Dieser Gelatiere will mit Aargau-Glaces durchstarten

Will mit seiner Kanton-Edition in der Glace-Saison 2019 durchstarten: Gelatiere Federico Hochreuter.

Federico Hochreuter verrät die Trends 2019 – und liefert den Badis die Kanton-Edition.

Wenn sich im Herbst die Temperaturen dem Gefrierpunkt nähern, schüttet Federico Hochreuter neue Ingredienzien in seine Gelati-Maschine. Denn er weiss: Die Gelati-Trends für den Sommer werden im Winter gesetzt. Weil der gebürtige Argentinier auch in diesem Winter wieder eifrig am Rührwerk experimentiert hat, sind in seiner vierten Saison im «Che Lati» an der Fricker Hauptstrasse eine Handvoll neuer Geschmacksrichtungen der süssen Köstlichkeit hinzugekommen – mittlerweile bietet er 50 Sorten an. Der AZ hat der Gelatiere verraten, wie er in den nächsten Monaten für frostige Gaumenfreuden sorgen will.

«Es muss knuspern», sagt Hochreuter. Und: «Die Leute wollen nicht nur etwas zum Schlecken, sondern auch zum Kauen.» Hierfür hat er das «Pralinato mediterraneo» entwickelt – eine Glace aus verschiedenen Nüssen garniert mit Pistazien, die der süssen Köstlichkeit den nötigen Crunch verleihen. Ein ähnliches Knusper-Erlebnis biete das «Kinder Buono», das auf Grundlage eines Milch-Haselnuss-Creme-Riegels mit Knusperhülle hergestellt wird.

Hochreuter weiss, dass auch die Temperaturen einen Einfluss auf den Gelati-Gusto haben.«Wird es so richtig heiss, dann laufen die fruchtigen und erfrischenden Sorten besser.» Für den Cool-Downer an Hitzetagen hat der gebürtige Argentinier die Geheimwaffe «Vasubeda» entwickelt. In dieser Gelati hat Hochreuter die fruchtige Säure von Zitronen und Orangen mit den ätherischen Ölen von Basilikum und Ingwer gepaart. «Mit diesem Frische-Kick erkläre ich der Hitze den Kampf», sagt Hochreuter mit einem breiten Grinsen.

Daneben gibt es in seinem Gelati-Laden Hochprozentiges ins Cornet. So hat Hochreuter eine Schokoladen-Glace mit Whiskey-Note kreiert. «Nicht nur in der Glace steckt Alkohol, es wird zusätzlich im Cornet mit einem Spritzer Whiskey parfümiert. Im Gegensatz zu seiner MojitoLimette-Glace – «da ist ein ordentlicher Schuss Rum drin» – habe er die Menge an Alkohol in der Schokoladen-Glace mit Whiskey-Note dezent gehalten, sodass man auch noch nach intensivem Konsum mit dem Auto nach Hause fahren dürfe.

«Amarena Grande» für den Aargau

Im Winter hat sich Hochreuter nicht nur damit beschäftigt, neue Geschmacksrichtungen zu entwickeln, sondern auch neue Vertriebskanäle zu erschliessen.

Dabei sei ihm die Idee der Kanton-Edition spontan gekommen. Dabei handelt es sich um selbst gemachte und in Becher abgefüllte Glace, deren Geschmacksrichtungen einzelnen Kantonen in Anlehnung ihrer Abkürzungen zugeordnet sind, erklärt Hochreuter. «Der Aargau-Glace habe ich den Geschmack ‹Amarena Grande› verpasst, in den Basel-Stadt-Becher kommt eine Bananen-Split-Glace.» Neun «Kantone» im 150-Milliliter-Becher werden vorerst angeboten. «Ich werde in dieser Saison die Freibäder in Frick, Möhlin, Windisch und Wölflinswil mit der Kanton-Edition beliefern», sagt Hochreuter, der davon ausgeht, dass in den Badis zusammen zwischen 100 und 300 Becher im Durchschnitt pro Tag verkauft werden.

Neben der Lieferung an die Badis und die Gastronomie ist Hochreuter ab und an mit dem Gelati-Wagen an Veranstaltungen unterwegs, in Gipf-Oberfrick an der Glace-Maschine am Produzieren und steht als Verkäufer in seinem Laden in Frick. «An einem warmen Samstag mit blauen Himmel verkaufe ich an die 500 Liter», sagt er. Auf diese Tage freue er sich schon.

Verwandtes Thema:

Autor

Dennis Kalt

Meistgesehen

Artboard 1