Am Aargauer Monsterkonzerts, an dem sich natürlich auch die Musikgesellschaft Eiken beteiligte, war vor einer Woche die Uraufführung des Marsches «Stelle dell’Argovia» vom Laufenburger Komponisten Peter Erhard. Und so liessen die Bläser zum Auftakt des Konzerts die Sterne im Wappen des Kantons und ihres eigenen Vereins funkeln.

Anspruchsvoll imposant danach «Transformers» (Steve Jablonsky) aus dem gleichnamigen, weltweit erfolgreichen Science-Fiction-Film. Getragen orchestral im Samplerstil, wird die Geschichte von intelligenten Menschenwesen auf einem fernen Planeten erzählt, von denen auch einer, wie sollte es anders sein, das gesamte Universum erobern will. Gefühlvoll melodisch dagegen die singenden Nachtigallen im Polkaschritt – «Sweet Caroline» war der erste grosse Hit 1969 von Neil Diamond.

«Im Aargäu . . .»

Bereits 200 Jahre alt sind die Noten des Volksliedes «Im Aargäu sind zwöi Liebi». Der Schweizer Walter Häfeli gab dem Lied eine moderne Version, grossartig gefühlvoll interpretiert von den beiden Solisten Jonathan Würsch und Marcus Schwarb auf ihren Trompeten. Weltbekannt und viel gespielt ist «The Second Waltz» von Dimitri Schostakowitsch. Im schwingend rhythmischen Dreivierteltakt gaben Posaunen und Trommeln in drei melodischen Themen alles.

Erst vor einem Jahr formierte sich unter Leitung von Jonathan Würsch das Juniorenteam der Musikgesellschaft Eiken mit sechs Knaben und einem Mädchen zwischen acht und 14 Jahren. Jetzt sind sie schon so weit, dass sie ganz famos in einem eigenen Teil aufspielen können. Fröhlich und unbeschwert präsentierten sie ein Medley bekannter Kinderlieder, machten Rauch über dem Wasser aus und mischten sich wie selbstverständlich beim Stück «Sofia» (Álvaro Soler) unter die «Grossen», ergänzten zukunftsorientiert die Formation. Diesen modernen Ohrwurm bliesen sie dynamisch, leichtfüssig und gemeinsam. Innig gefühlvoll war die Filmmusik «Purple Rain» von Prince, eine Rockballade mit spirituellem Inhalt, der Andy Gantenbein mit seinem Saxofon Brillanz und Lyrik verlieh.

Von Linda und Paul McCartney stammt das Lied «Live And Let Die» – leben und sterben lassen–, auch die Titelmelodie aus dem gleichnamigen «James Bond»-Film von 1973. Ein Medley bekannter Udo-Jürgens-Melodien rundete das Konzert auf das Schönste ab. Witzig und locker führte Eliane Stocker durch den Abend.

Ehrenmitglieder wurden Marcus Schwarb und Manuel Keller für 20-jährige Zugehörigkeit zur Musikgesellschaft Eiken. Bereits auf dem Musiktag 2017 in Wittnau wurde Sabine Chiapparelli Eidgenössische Veteranin für 35 Jahre, Roland Schürch Kantonaler Veteran für 25 Jahre.