Schwimmen im eiskalten Wasser ist nicht jedermanns. Und eigentlich bezeichnet sich auch der Fricktaler Jakob Vogt als «Gfrörli». Dennoch steigt der 64-Jährige aus Wittnau fast jeden Tag in Sisseln in den Rhein und schwimmt.

Den selbsternannten «Aquaholic» hält seit über 40 Jahren nichts vom täglichen Flussbad ab – kein Eiskälte, kein Wetter und keine Strömung. So steigt Vogt auch beim aktuellen Hochwasser in den Rhein. Dass das nicht ungefährlich ist, weiss der Aargauer: «Aber ich kenne das Gebiet sehr gut und weiss, wie stark der Abfluss ist.»

Empfiehlt der erfahrene Schwimmer also auch anderen Leuten im Winter ein Bad zu nehmen? «Auf keinen Fall!» Es sei eine sehr grosse Belastung für den Körper. «Du kannst sehr schnell runtergehen und dann bist du weg.»

Erfahrung alleine schützt allerdings auch nicht vor Unfällen, sagt die Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft (SLRG). Philippp Binaghi: «Ein erfahrener Schwimmer kennt sein Umfeld. Und genau das kann auch die Gefahr bergen, dass man in einer Routine verfällt.» Man müsse also ganz bewusst die Situation jedes Mal aufs Neue beurteilen.

Jakob Vogt bleibt seinem Hobby aber treu: «So lange ich lebe, bin ich im Wasser. Und wenn nicht mehr…» Er zuckt mit den Schultern.

Sie glauben nicht, dass Jakob Vogt das wirklich an rund 330 Tagen im Jahr macht? Wir haben den Aargauer Fluss-Schwimmer bereits 2012 und 2016 besucht:

Jakob Vogt schwimmt auch bei minus 15 Grad im Rhein

Februar 2012: Jakob Vogt schwimmt auch bei minus 15 Grad im Rhein

Der Beweis! Jakob Vogt bei seinem täglichen Bad.

Dezember 2016: Jakob Vogt bei seinem täglichen Bad.

(edi)