Fricktal
Diese Liebe aus dem Fricktal überschreitet alle Grenzen

Mit ihren karitativen Projekten leistet die Missionsgruppe «el mundo» Hilfe zur Selbsthilfe. Zurzeit betreuen sie Projekte in vier Ländern: Kolumbien, Ägypten, Indien und auf den Philippinen.

Patricia Streib
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Mit ihrem Einsatz unterstützt die Missionsgruppe Projekte in mehreren Ländern. zvg

Mit ihrem Einsatz unterstützt die Missionsgruppe Projekte in mehreren Ländern. zvg

Den 11. November gilt es dick anzustreichen im Kalender. Der Martinitisch der katholischen Kirchgemeinde Frick ist gleich in zweierlei Hinsicht ein Höhepunkt. Zum einen verwöhnt das Küchenteam der Missionsgruppe die Gäste schon von 11 bis 14 Uhr mit kulinarischen Höchstgenüssen. Wie immer wird am Martinitisch von der Missionsgruppe «el mundo» Gyros mit Nüdeli serviert. Zum andern kommt der Erlös ohne Abzug lebenswichtigen Projekten der Missionsgruppe zugute.

Im Jahre 1995 brachte der neue katholische Pfarrer Franz-Xaver Süess das erste Projekt nach Frick. Aus der Überzeugung heraus, dass man zusammen stärker ist, als jeder alleine für sich, erfolgte bald darauf durch Zusammenschluss von mehreren bereits in Frick bestehenden Gruppierungen die Gründung der Missionsgruppe «el mundo». Das wunderschöne Logo ist selbstredend. Es zeigt die Weltkugel, liebevoll umfasst von Menschen verschiedener Nationen, die sich, ohne durch Grenzen getrennt zu sein, fest an den Händen halten.

Weltweit Projekte in vier Ländern

Zurzeit betreuen sie Projekte in vier Ländern. In Kolumbien ist die Pfarrei Frick mit dem Schulprojekt Adico in Bogotá verbunden, wo sie die einheimischen Frauen im Kampf für die Grundrechte ihrer Kinder (Schulbildung, Ernährung, Gesundheit) unterstützen. In Ägypten ist es «Padre Pio», Stadt der Wohltätigkeit, wo sie in Bezug auf Bildung für arme Kinder und in einem Heim für Kleinkinder und Teenager sowie in einem Heim für weibliche und männliche Behinderte die allergrösste Not lindern.

Seit April 2011 unterstützt «el mundo» auch das Projekt «Sarinelli» auf den Philippinen, wo sie ein Heim für 31 Strassen- und Waisenkinder verschiedenen Alters in Manila unterhalten. In Indien leisten sie zusammen mit der Missione Cattolica Italiana, Fricktal, Entwicklungsarbeit. Sie unterstützen christliche Ordensgemeinschaften an drei Standorten und ermöglichen Mädchen und Jungen Unterkunft, Verpflegung, Kleider und Schulbildung. Zudem helfen sie den Leprastationen Talsari und Mumbai mi Medikamenten.

Hilfe zur Selbsthilfe

Bei all diesen mannigfaltigen Hilfstätigkeiten gilt stets, «Hilfe zur Selbsthilfe» zu leisten und die Projekte so lange zu begleiten, bis die zuständigen Behörden und Regierungen es selbstständig weiterführen können. Sämtliche zwölf «el mundo»-Mitglieder arbeiten mit Herzblut und ohne einen Rappen Lohn und verbürgen sich persönlich dafür, dass jeder einzelne gespendete Betrag am Bestimmungsort ankommt und dort eingesetzt wird.

Auf der Veranstaltungsliste stehen zudem der Pizza-Abend, die Spaghettata, der Sangria-Stand am Strassenfest, der Weihnachtsmarkt und als Nächstes der Martinitisch am 11. November im Rampart.