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Diese Fricktaler Stiftung plant jetzt ein Wohnheim in Kenia zu errichten

In einer grossen Feier bedankte sich die Bevölkerung von Kigoto bei Elsy Amsler für den neu gebauten Doppelkindergarten. zvg

In einer grossen Feier bedankte sich die Bevölkerung von Kigoto bei Elsy Amsler für den neu gebauten Doppelkindergarten. zvg

Die Elsy-Amsler-Stiftung will in Kenia ein Wohnheim für Pflegefachfrauenschülerinnen bauen. Andere Projekte wurden dieses Jahr abgeschlossen.

Die Kaisterin Elsy Amsler ist mit ihrer Stiftung in Kenia tätig. Wie an einem Info-Abend der Stiftung deutlich wurde, wurde anfangs dieses Jahres der Neubau des Primarschulhauses Ndisi samt Schulleitungsbüro dem Betrieb übergeben. Das Spital Ndisi erhielt ebenfalls im Januar dieses Jahres die Krankenkassen-Zulassung für ambulante Patienten. Damit hat es die finanzielle Selbstständigkeit erreicht. Nun war die Provinzregierung bereit, das Spital zu übernehmen. Ein Ausschuss aus Vertretern der Regierung, der Gemeinde und der Diözese wurde eingesetzt, und ist nun zuständig für den Weiterbetrieb des Spitals.

Selbstständige Zukunft möglich

Die Stiftung hat der Gemeinde Ndisi über mehrere Jahre hinweg alle Grundlagen für eine selbstständige, erfolgreiche Zukunft verschafft. Dazu gehören gemäss der Stiftung ausreichend sauberes Wasser im Schulareal und im Spital; eine geeignete, fortschrittliche Kindergarten- und Schulanlage; eine soziale Gesundheitsversorgung im gut ausgerüsteten Spital und eine zweckmässig ausgebaute Zufahrtstrasse und die Stromversorgung.

Die zukünftige Hilfe der Stiftung könne sich deshalb Gebieten zuwenden, die vom Aufschwung um die grösseren Städte noch nichts mitbekommen haben, gab die Elsy-Amsler-Stiftung weiter bekannt. So konnte in Kigoto ein Doppelkindergarten gebaut werden, der im neuen Jahr den Schulbetrieb eröffnen wird. Auch der Bau von zwei weiteren Brunnen in diesem Gebiet ist im Gang oder geplant.

Im sehr abgelegenen Gebiet Angiya, können arme Mütter im «Good Shepard Dispensary» auf Kosten der Stiftung gratis gebären. Sie verlassen das Zentrum gesund und mit einem gesunden Kind. Dies sei angesichts der hohen Müttersterblichkeit von 13 Prozent nicht selbstverständlich.

Neues Grossprojekt

Die Stiftung (www.mama-elizza.com) hat aber auch wieder ein grosses Bauprojekt in Planung. Das Spital Ombo in Migori hat eine Berufsschule gegründet. Pro Jahr werden dort rund 20 Pflegefachfrauen ausgebildet. Die jungen Frauen, die aus entlegenen Gebieten des Landes stammen, sollten bei der Schule wohnen können. Die Stiftung will nun dort ein einfaches Wohnheim für 44 Studentinnen bauen, wie sie am Infoabend bekannt gab. Für dieses Projekt wird die unermüdliche Elsa Amsler im Januar trotz ihrer 77 Jahre wieder nach Kenia reisen und alles in die Wege leiten. (AZ)

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