Der Übergang vom heissen Sommer zum farbenfrohen Herbst kann musikalisch fröhlich sein oder auch ein wenig nachdenklich. So wie beim gemeinsamen Konzert des Fricktaler Regenbogenchors unter Leitung von Lisa Bucher und den «Weissen Wölfen» aus Unteralpfen, einem Stadtteil von Waldshut-Tiengen, unter Leitung von Marianne Kuttruff in der Reformierten Kirche Frick.

Warum nicht einmal grenzüberschreitend gemeinsam singen, fanden beide Dirigentinnen, die sich auch privat gut kennen. Im Sommer stellten sie erstmals ihr Programm in Unteralpfen vor, nun zum zweiten Mal in Frick. Die Frauen der «Weissen Wölfe» haben sich vor allem dem neugeistlichen Liedgut verschrieben. Das Repertoire des gemischten Regenbogenchors reicht von christlichen Gesängen bis hin zum Gospel.

Beide Chöre verzauberten abwechslungsreich und sangesfreudig die vielen Zuhörer mit rhythmischen Elan und Wohlklang. Abwechselnd begleiteten sich die Dirigentinnen an Keyboard und Cajun. Dietmar Sendelbach las selbst geschriebene Texte über die kleinen, alltäglichen Dinge des Lebens.

Gospel und «Cantata Brasilia»

Besinnlich stimmungsvoll wussten die «Weissen Wölfe» gleich zu Beginn im ersten Teil, dass keiner ungesehen ist. In der gospelartigen Ballade «True Colors» sprachen sie aufmunternd einen niedergeschlagenen Menschen an, machten ihm Mut, die wundervolle Farbigkeit seines Wesens zu zeigen. Wunder gibt es immer wieder, ob grosse oder kleine, man muss sie nur sehen. Fröhlich eindrücklich beschrieben sie die Pracht der Jahreszeiten, jede mit einem anderen Gesicht. Die Sängerinnen bewiesen ihre musikalische Vielfalt in der «Cantata Brasilia».

Den zweiten Teil des Abends gestaltete der Fricktaler Regenbogenchor. «Conquest of Paradies» ist das bekannte Lied des griechischen Sängers Vangelis zum gleichnamigen Film. Erzählt wird die Geschichte der Entdeckung Amerikas. Feierlich rhythmisch interpretierten die Sänger und Sängerinnen den Song. Flott begaben sie sich mehrstimmig auf die Spuren der Band ABBA mit «Super Trouper». Sie klatschten und sangen voller Lebenslust den Folksong «African Call».
Toto und die Beatles

Fantasievoll leidenschaftlich interpretierten beide Chöre zum Schluss das Lied «Africa» von der US-amerikanischen Rockband Toto. Verträumt kam hier die Sehnsucht nach echten Gefühlen zum Vorschein. Ein facettenreiches Bild dieses Kontinents wurde gezeichnet, bei dem die Probleme aber nicht ausgespart wurden. Ebenso gelungen kam «Here Comes the Sun» – ein bekanntes Lied der Beatles – rüber. So kommt nach den traurigen und kalten Tagen irgendwann immer wieder das warme Licht zurück.